Feuershow und Ritterkämpfe Mittelaltermarkt in Groß Hesepe verzaubert Besucher

Von Werner Scholz


ws Geeste. Zwei Tage hat das Gelände an der „Ollen Bäckeräi“ in Groß Hesepe ganz im Zeichen des Mittelalters gestanden und ist ein wahrer Publikumsmagnet geworden. Dabei zählten die Feuershow und die Ritterturniere zu den Höhepunkten.

Bereits vor drei Jahren gab es in Groß Hesepe einen Mittelaltermarkt. Der Anklang war groß und so wurde der Entschluss gefasst, das zweitägige Spektakel zu weiderholen. „Dieses Mal haben wir 37 Aussteller und damit ist der Markt auch größer als der erste vor drei Jahren“, strahlte der Vorsitzende des Fördervereins Olle Bäckeräi, Andreas Coppenrath. „Schon am Samstag hatten wir mehr als 1100 Gäste. Das ist super gelaufen. Das Wetter hat mitgespielt und wir haben auch einen professionellen Veranstaltungspartner. Zudem haben wir vom ersten Markt gelernt“, lobte Coppenrath. „Der Markt verspricht eine durchweg positive Entwicklung“, erläuterte Veranstalter Knut Schulz von der History & Event UG. Geplant sei, den Markt zukünftig im Zweijahresrhythmus zu wiederholen.

Neben den Ritterturnieren, dem ökumenischen Gottesdienst – gehalten von Pfarrer Jürgen Altmeppen und Pastor Thorsten Jacobs – sowie der Feuershow und dem Tavernenabend war insbesondere die Einbeziehung der Kinder ein Highlight des Marktes. „Das war uns sehr wichtig. So haben wir eine Heuburg dabei gehabt, es wurden Märchen erzählt, die Kinder konnten selbst schmieden, mit Pfeil und Bogen schießen und verschiedene handwerkliche Tätigkeiten kennenlernen. Unser Verein war mit Begeisterung und Engagement bei der Sache. Dabei haben wir auch darauf geachtet, dass alles authentisch ist. So sind wir selbst original getreu mittelalterlich gewandet“, erklärte Coppenrath.

Neben allerlei Handwerkern, Schmuck-, Leder- und Fellhändlern waren ein Skriptor und ein Vornamenskundiger vor Ort. „Ich habe mich darauf spezialisiert, die Bedeutung und Geheimnisse der Vornamen zu entschlüsseln“, verriet Uwe Flemke, der aus Wegberg angereist war, um seine kunstvollen Namenstafeln aus elfenbeinfarbenen Papier alphabetisch geordnet feilzubieten. „Ich bin gerne auf Mittelaltermärkten. Mit den Namen befasse ich mich schon seit 15 Jahren und dabei muss ich nicht selten mit großem Aufwand recherchieren“, erläuterte der Vornamenskundige, während die Leute in den Ordnern blätterten, um ihre Namen zu entdecken.

Die mittelalterliche Stimmung wurde schließlich durch diverse Gerüche untermalt, so roch es nicht nur nach Heu, sondern auch nach Gewürzen, Kräutern und offenem Feuer. Schließlich wurde kräftig gegrillt – und als der Schmied sein Feuer entfachte, gab es originalgetreue Rauchschwaden wie vor Jahrhunderten.

Es durften allerlei Kloster- und Abteibiere, Beerenweine und Met nicht fehlen. Und während sich die kleinen Gäste in der Kinderrüstkammer als Ritter und Prinzessin kleiden konnten, ließen es sich die Erwachsenen beim Wirt gutgehen, genossen den Badezuber, lauschten den Klängen und ließen sich von den Gauklern unterhalten.


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