Remise mit Schusterwerkstatt Heimathaus Geeste wird um einen Neubau erweitert

Von Ingo Hinrichs

Meine Nachrichten

Um das Thema Geeste Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Auf der Freifläche hinter dem Parkplatz des Heimathauses soll die neue Remise entstehen. Geplant ist eine reine Holzkonstruktion in offener Bauweise mit einer Fläche von rund 180 Quadratmetern.Auf der Freifläche hinter dem Parkplatz des Heimathauses soll die neue Remise entstehen. Geplant ist eine reine Holzkonstruktion in offener Bauweise mit einer Fläche von rund 180 Quadratmetern.

Geeste. Das Heimathaus in Geeste wird um eine Remise erweitert. Sie wird rund 122.000 Euro kosten.

Den Heimatverein „ Geschichtswerkstatt Geeste e. V. „ gibt es seit 1996. Der damals von fünf Frauen und sieben Männern gegründete Verein hat heute 129 Mitglieder. Ziel des Vereins ist es laut den Statuten „sich mit der Geschichte des Emslandes auseinander zu setzten und dazu beizutragen, den heimischen Raum, vor allem aber die Geschichte des Ortes Geeste, besser kennenzulernen.“

Die größte Maßnahme des Heimatvereins war der Bau des Heimathauses an der Osterbrocker Straße. Das 2012 fertigstellte Gebäude ist seitdem zu einem zentralen Treffpunkt und kulturellen Mittelpunkt geworden. Die Anlage soll nun um eine Remise mit Schusterwerkstatt erweitert werden und damit einen erweiterten Blick in die Geschichte ermöglichen.

Historische Werkstatt

Geplant ist eine in ihrer Bauart für das Emsland typische offene (Wagen-)Remise. Der Neubau mit einer Gesamtfläche von 180 Quadratmetern wird komplett in Holzbauweise erstellt und soll auf der freien Fläche hinter dem Parkplatz des Heimathauses entstehen. In den entstehenden vier Räumen sollen die Exponate ausgestellt werden, die derzeit wegen des Raummangels noch privat von Mitgliedern aufbewahrt werden.

Dies sind neben vielen Kleinteilen auch größere Geräte wie zum Beispiel Eggen, Kartoffelroder und Kartoffelsortierer. Ein besonderes Highlight der Ausstellung in der Remise soll jedoch die Einrichtung einer historischen Schusterwerkstatt sein. Der heute 88-jährige gelernte Schuster Josef Kotte hat der Geschichtswerkstatt dafür zahlreiche Exponate aus seiner persönlichen Sammlung überlassen. Der Vorsitzende des Heimatvereins, Josef Wulf zeigte sich im Gespräch sehr dankbar für diese Schenkung.

Mittel aus der Dorferneuerung

Die Finanzierung der Gesamtkosten steht und fällt laut Wulf mit einem beantragten Zuschuss aus dem Dorferneuerungsprogramm. Die reinen Baukosten einschließlich Außenanlagen und Nebenkosten in Höhe von 122.000 Euro werden aus diesem Topf mit rund 89.000 Euro gefördert. Die zugesagten Fördermittel entfallen jedoch, wenn die Baumaßnahme nicht bis Ende des Jahres fertiggestellt wird.

Die Restkosten bezuschusst die Gemeinde Geeste mit 15.000 Euro. Die restlichen 18.000 Euro entfallen auf Eigenleistungen. Für die Einrichtung der Schusterwerkstatt sind weitere 20.000 Euro aufzubringen, für die der Verein auf Zustiftungen hofft. Vorsitzender Josef Wulf zeigt sich aber in beiden Fällen optimistisch: „Die Arbeiten beginnen umgehend, so dass wir sicher innerhalb der vorgegebenen Zeit fertig sein werden und in Sachen Zustiftung laufen die Anträge“.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN