Uwe Westphal und Jutta Over begeistern „Moorklang und Flussgesang“ im Moormuseum

Von Gerd Mecklenborg

Meine Nachrichten

Um das Thema Geeste Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Eine ganz besondere Darbietung im Rahmen des Buchweizenblütenfestes am Moormuseum in Groß Hesepe boten Uwe Westphal und Jutta Over. Foto: Gerd MecklenborgEine ganz besondere Darbietung im Rahmen des Buchweizenblütenfestes am Moormuseum in Groß Hesepe boten Uwe Westphal und Jutta Over. Foto: Gerd Mecklenborg

Geeste. Es war tropisch heiß im „Kinosaal“ des Moormuseums in Groß Hesepe. Und trotzdem verharrten die Zuhörer fasziniert bis zum Schluss bei einer lyrischen und humorvollen Vorstellung der etwas anderen, aber äußerst unterhaltsamen Art. Denn sie nahmen wahr, dass Vögel sprechen können und die Natur Melodien zu komponieren vermag.

Im Rahmen des Buchweizenblütenfestes des Geester Heimatvereins waren Jutta Over und Uwe Westphal mit ihrem Duo-Programm „Moorklang-Flussgesang“ am Sonntag nach Groß Hesepe gekommen. Von 16 bis 18 Uhr unterhielten sie ihr begeistertes Publikum in zwei Sets mit Lyrik und naturkundlichen, sehr humorvollen Geschichten und Gedichten.

Westphal überzeugte dabei einmal mehr als begnadeter Tierstimmenimitator. Und so erzählte er viel aus seiner Kindheit und lieferte dazu in verblüffender Weise die passenden Sounds, erzeugt allein mit seinen Stimmbändern. „Ich erfreute mich schon immer besonders an den Schwalben in der Diele“, erzählte Westphal seinen Zuhörern und präsentierte prompt ein ganzes Schwalbenkonzert.

Es ist dem Diplombiologen, Fachredakteur und Buchautor allerdings in erster Linie ein großes Anliegen, „naturwissenschaftliche Forschung und intuitives Erfahrungswissen zu einem ‚neuen alten‘ Naturverständnis zu vereinen“. Dafür bediene er sich aber immer gerne auch einiger Showeffekte, verriet Westphal augenzwinkernd seinem Publikum.

Dazu passte auch die schöne einfühlsame Naturlyrik der Meppenerin Jutta Over. In ihren Geschichten und Gedichten erzählte sie im Moormuseum von großen und kleinen Ereignissen „im Grünland des Tages und im Schwarzland der Nacht“ oder über das vielfältige Geschehen im Grauland der Dämmerung. Die Zuhörer im Kinosaal wurden immer wieder mit eingebunden, durften etwa erraten, um welche Tiere es in den Geschichten gegangen war.

Oft konnte man aus dem Auditorium ein geflüstertes „Oh, sehr, sehr schön“, vernehmen. Over und Westphal haben sich im Vorfeld auch von emsländischen Landschaften inspirieren lassen, das wurde in den Darbietungen immer dann erkennbar, wenn die beiden Naturkenner und Künstler die Atmosphäre verschiedener regionaler Lebensräume durch Klänge und Texte erlebbar machten.

Mit Humor bewältige das Duo auch kleinere ungewollte Pausen, da im Kinosaal immer mal wieder der Strom ausfiel. „Ist halt Wechselstrom“, scherzten sie dann und nutzten die Pausen um mit den Zuhöreren ins Gespräch zu kommen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN