Baukweiten Janhinnerk im Moormuseum Buchweizenblütenfest lockt Besucher nach Geeste

Von Gerd Mecklenborg


Geeste. Auch in diesem Jahr hat das traditionelle Buchweizenblütenfest des Geester Heimatvereins am Sonntag auf dem Gelände des Emsland-Moormuseum in Groß Hesepe zahlreiche Besucher angelockt.

Das Gelände glich einem großen Jahrmarkt mit vielen Ausstellern und einem bunten Unterhaltungsprogramm für die ganze Familie. Natürlich avancierte der „Baukweiten Janhinnerk“, ein Buchweizenpfannkuchen in verschiedenen Varianten, wieder zum kulinarischen Star der Veranstaltung.

„Da haben wir ja mit dem Wetter doch noch richtig Glück gehabt. Die tropische Hitze der Vortage hätte bestimmt so manchen Besucher davon abhalten bei uns vorbeizuschauen“, freute sich Hubert Welling, der neue Vorsitzende des Geester Heimatvereins, über die etwas gesunkenen Temperaturen am Sonntag. Die Gäste aus der gesamten Region bestaunten alte Arbeitstechniken und bummelten über den großen Flohmarkt, wo zahlreiche Aussteller ihre Kunstwerke und kulinarischen Köstlichkeiten feilboten. Seit Jahren mit dabei sind die Mitglieder der Brauchtumsgruppe Schale aus der Nähe von Hopsten. Und so führte Moritz Finke dem Ehepaar Heber aus Lingen vor, wie früher aus Leinsamen Flachs und schlussendlich Leinen handproduziert wurde. Oder die Besucher konnten auf einer Reeperbahn den Seilern dabei helfen Tauwerk zu erstellen.

Mit dem Krauthobel

Die Fest-Bummler durften zuschauen wie Weißkohl mit einem Krauthobel geschnitten und aus dem Kohl dann Sauerkraut gemacht wird. Wie mühsam „in guter alter Zeit“ Wäsche gewaschen wurde, demonstrierten Katharina Oortmann und Änne Disselborg vom Heimatverein Twist mit augenzwinkerndem Pusten und Stöhnen.

Als „gute Seele“ des Buchweizenblütenfests wirbelte überall Annelene Otten-Jansen herum, die als ehemalige Heimatvereinsvorsitzende 13 Jahre lang den Organisationstaktstock geschwungen hat, und die es sich „heute einfach nur als Gast so richtig gutgehen lassen wollte“. Das hat gar nicht geklappt, denn die geschäftige Frau „im Unruhestand“ wurde an allen Ecken gebraucht, was ihr aber sichtlich Spaß machte.

Gegen 14.30 Uhr konnte Heimatvereinsvorsitzender Welling bereits den 1200. zahlenden Besucher begrüßen. Das war Marita Grüssing aus Werlte, die sich über einen riesigen Blumenstrauß freute. „So werden es dann bis zum späten Nachmittag doch wohl wieder 1700 Besucher“, tippte Welling bei der Übergabe. Und die Besucher wurden natürlich auch musikalisch bestens unterhalten, dafür sorgte die ASV-Band aus Geeste mit einem bunten musikalischen Reigen aus plattdeutscher Folkmusic, Schlager, Pop und Country.

Für Kinder und Erwachsene wurde ein Glücksrad aufgebaut, und jedes Kind, das daran drehte, bekam einen kleinen Preis. Die Erwachsenen konnten um tolle Hauptpreise spielen. Auch Heimatvereinspressewart Mario Korte zeigte sich „bestens zufrieden mit dem diesjährigen Fest, das bereits seit 1983 stattfindet, und sich in den Jahren zum Höhepunkt unseres Jahreskalenders entwickelt hat. Mit solchen Veranstaltungen machen wir unseren Heimatverein auch für junge Leute spannend und attraktiv, davon lebt ein aktiver Verein“, meinte Korte.


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