Neue Ausstellung im Rathaus Dalum „Abgefahren – wie krass ist das denn“

Von Werner Scholz

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Gemeinsam für mehr Sicherheit auf den Straßen (v.l.): Geestes stellvertretender Bürgermeister Josef Steinkamp, Dieter Rothlübbers und Klaus Wermeling. Foto: Werner ScholzGemeinsam für mehr Sicherheit auf den Straßen (v.l.): Geestes stellvertretender Bürgermeister Josef Steinkamp, Dieter Rothlübbers und Klaus Wermeling. Foto: Werner Scholz

ws Geeste. Eine nicht alltägliche Ausstellung ist im Rathaus in Dalum eröffnet worden. „Abgefahren – wie krass ist das denn“ – dokumentiert acht schwere Verkehrsunfälle mit toten und Verletzen in der Region Emsland und Grafschaft Emsland mit dem Ziel besonders junge Menschen hinsichtlich der Gefahren des Straßenverkehrs aufzurütteln.

„Der klassische Disco-Unfall ist heute eher die Seltenheit. Grundsätzlich gibt es aber zwei Faktoren, die schwere Verkehrsunfälle zur Folge haben. Das sind unangepasste Geschwindigkeit und Unachtsamkeit. Und da reicht schon der Blick aufs Handy“ betonte Polizeioberkommissar Dieter Rothlübbers vom Präventionsteam Emsland / Grafschaft Bentheim.

Erschreckende Fakten

Dazu hatte Polizeihauptkommissar Klaus Wermeling, ebenfalls vom Präventionsteam, einige erschreckende Fakten parat: „Ein Viertel aller tödlichen Verkehrsunfälle wird von jungen Fahranfängern verursacht. In der Bundesrepublik verunglücken jährlich 30 Schulklassen tödlich“, betonte der Experte.

Gravierende Folgen

Unerfahrenheit, Risikobereitschaft, aber auch Leichtsinn und Alkohol sind die Hauptfaktoren all dieser Unfälle. Die Ausstellung schildert die gravierenden Folgen, die derartige Fahrfehler nach sich ziehen können aus der Perspektive Betroffener aus der hiesigen Region, die Freunde und Angehörige verloren haben, die selbst bis heute unter den Unfallfolgen leiden und nicht selten neben den körperlichen Folgen auch psychische Probleme zu bewältigen haben. „Dass es sich um Unfälle handelt, die hier stattgefunden haben, verdeutlicht auch, dass die Gefahren überall lauern, eben auch in unserer eigenen Gegend. Auch bei uns gibt es Opfer schwerer Verkehrsunfälle. Wir wollen nicht nur sensibilisieren, wir wollen auch das Bewusstsein für Leid und Trauer schaffen und vor allem ist es unser anliegen, die schweren Verkehrsunfälle zu reduzieren“, erläuterte Wermeling weiter.

Zu sehen ist die Ausstellung, in der Unfallopfer schildern, was ihnen widerfahren ist, im Foyer des Rathauses noch bis zum 11. August. Danach kann sie von allen Interessierten in der Berufsbildenden Schule, Gesundheit und Soziales in Papenburg besucht werden.


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