Keine Hunde am Strand Gemeinde hält an Verbot am Speichersee Geeste fest

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Geeste. Hunde dürfen nicht auf den Strand am Speichersee Geeste. Die Gemeinde will dieses schon seit Jahren durch Hinweisschilder bekannt gemachte Verbot durchsetzen.

Der Strand wurde durch die Gemeinde nach der Inbetriebnahme des Speicherbeckens 1988 für Hunde gesperrt, weil eine Verschmutzung durch Kot und Urin sowie Konflikte mit Badegästen befürchtet wurden. Besonders badenden Kinder sollten geschützt werden. Aber manche Hundebesitzer ignorieren die Beschilderung, zum Ärger anderer Strandnutzer.

Nicht zuständig

Helmut Telkmann berichtete unserer Zeitung, dass er Hundehalter auf das Verbot aufmerksam gemacht hat: „Nette Hinweise auf diesen Umstand bewegt die Hundebesitzer nur zu einem Lächeln, zu kleinen Beschimpfungen oder zu einem Biss ihres netten Tieres direkt in mein allerwertes Hinterteil, wie kürzlich geschehen.“ Während die Polizei die Anzeige gegen den Hundebesitzer aufnahm, hätten sich alle Hunden von begleitete Spaziergänger vom Strand ferngehalten, stellte Telkmann fest, zumindest so lange, wie die Beamten dort waren. Die Polizisten hätten erklärt, für regelmäßige Kontrollen des Strandabschnitts nicht zuständig zu sein, und auf das Ordnungsamt der Gemeinde Geeste verwiesen, sagt Telkmann.

Telkmann hat erlebt, wie die Trainerin einer Hundeschule den Teilnehmern den Rat gab, zum Lob nach dem guten Kursverlauf mit dem Hund doch mal ins Wasser zu gehen. „Auch da kam man der Bitte, es zu unterlassen mit Freuden nicht nach.“ Er hat sich daraufhin an die Gemeinde Geeste gewandt, denn: „Es ist schon erstaunlich, mit welcher dreisten Selbstverständlichkeit man davon ausgeht, jeder Badegast wäre damit einverstanden mit Kot und Köter zu baden.“

Beschwerden

Bürgermeister Helmut Höke bestätigt auf Anfrage, dass es neben der von Telkmann zahlreiche Beschwerden gegeben hat. Der Zwischenfall mit dem Hundebiss und die Verschmutzung des Strandes durch Hundekot sieht er als Bestätigung an, dass das Verbot notwendig ist. Aber er räumt auch ein, dass die geltende Regelung durch eine Ausweitung der Beschilderung noch deutlicher als bisher gemacht werden kann, und die Einhaltung der Bestimmungen gegenüber uneinsichtigen Hundebesitzern durchgesetzt werden muss. Das Ordnungsamt der Gemeinde stehe deswegen im Gespräch mit der RWE, der Besitzerin der Anlage.

Denn der Bürgermeister sieht ein wachsendes Konfliktpotenzial. Die Erweiterung des Restaurants Deichkrone und der Bau der öffentlichen Seeterrasse lassen steigende Besucherzahlen erwarten. Da sei es nötig für ein konfliktfreies Miteinander aller Gäste zu sorgen.


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