Spenden sammeln per Paddeltour Für „Ubomi“ die Ems von Geeste nach Meppen abwärts

Von Katharina Grewe

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Geeste. Bei entspannter Atmosphäre haben sich die knapp 80 Teilnehmer der Aktion „Stand up for Ubomi – Gemeinsames Paddeln für Afrika“ mit Standup-Paddling-Boards die 19 Kilometer lange Strecke von Geeste nach Meppen auf der Ems zurückgelegt.

Durch die Aktion soll „Ubomi“ unterstützt werden, ein Hilfsprojekt für Kinder in südafrikanischen Townships. „Mit unserer Aktion möchten wir auf das Hilfsprojekt Ubomi aufmerksam machen und haben uns deshalb mit den Standup-Paddling-Boards etwas Besonderes einfallen lassen. Außerdem können die Teilnehmerbeträge aufgrund der großzügigen Unterstützung durch unsere Sponsoren fast vollständig in das Projekt fließen“, erklärte Birgit Hägemann, Gründerin und Vorstand von Ubomi. „Von diesen 1.600 Euro kann ein Haus, das wir im Township betreiben, fast eineinhalb Monate finanziert werden“, ergänzte Hägemann.

In den beiden Ubomi-Projekthäusern werden insgesamt 60 Kinder uns 20 Jugendliche betreut. Sie erhalten hier gesundes Essen, Hausaufgabenbetreuung, Sprachunterricht, Life-Skills-Training sowie Spiel-, Sport- und Kreativangebote. So soll den Kindern in den armen, von Arbeitslosigkeit geprägten Townships Perspektiven geboten werden.

„Heute sind fast so viele Teilnehmer hier wie Kinder im Township. Die Kinder fiebern mit uns mit, sie sind heute unser größter Fanclub“, stellte Hägemann fest. Während der Tour werden den Kindern aktuelle Bilder geschickt, sodass sie die Aktion mitverfolgen können. „Die Kinder haben es noch nie erlebt, dass sich andere Menschen so für sie interessieren, engagieren und stark machen. Daher ist es für sie richtig aufregend!“, erklärte Hägemann.

„Es soll für alle ein besonderer Tag werden“, betonte die Ubomi-Gründerin. So stand im Anschluss an die Paddeltour eine Gartenparty bei der Meppener Jugendherberge auf dem Programm. Es habe mehr Anfragen als Plätze für die Aktion gegeben, erklärte Hägemann. Daher werde die Aktion eventuell in diesem Sommer noch einmal durchgeführt.

„Die Gruppe ist toll. Ich bin gekommen, um die Leute zu treffen“, erklärte Richard Bigirimana auf die Frage, was ihn zur Teilnahme motiviert hat. „Das Projekt hat mehr Aufmerksamkeit verdient. Daher nehmen wir teil und haben andere Leute gefragt, was dann Kreise gezogen hat“, betonte Anna Koschany, eine weitere Teilnehmerin. Und Christoph Wiese, der insbesondere die gute Stimmung schätzte, fügte hinzu: „Neben dem Projekt hat mich auch das Stand-up-Paddling interessiert“.

Rollstuhlfahrer auf dem Wasser

Ein Novum waren die Mega-SUPs, die mit ihrem Maß von zwei mal fünf Metern von Rollstuhlfahrern genutzt werden können. „Aus diesem Grund wird das Event gefördert durch die Aktion Mensch im Projekt ‚Integration von Menschen mit Behinderung im Wassersport‘ des SOV Lüneburg. Hier können alle Leute vollwertig mitpaddeln“, erklärte Hägemann. Die Jugendherbergen im Nordwesten, Landessportbund Niedersachsen, SOV Lüneburg e.V., Deutscher Rollstuhl-Verband, Nature-Guides sowie das 360° Outdoor Education Team gehören zu den weiteren Unterstützern.


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