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14.06.2018, 14:02 Uhr KOMMENTAR

Es ist ein schrecklicher Tod

Kommentar von Carola Alge

Die Reste des Giftköders, den in Dalum eine Hundehalterin fand. Foto: Carola AlgeDie Reste des Giftköders, den in Dalum eine Hundehalterin fand. Foto: Carola Alge

Geeste. Hundehasser greifen zu vielfältigen Mitteln, um Vierbeiner umzubringen. Manche fügen ihren Ködern Rasierklingen oder andere scharfe Gegenstände hinzu, andere wie im Dalumer Fall Gift. Im schlimmsten Fall erreichen alle ein Ziel: den qualvollen Tod eines Hundes. Ein Kommentar.

Besonders perfide ist der Giftköderanschlag mit Ratten- oder Mäusegift. Es macht sich oft erst Stunden später bemerkbar und hat nicht selten die inneren Organe des Hundes dermaßen in Mitleidenschaft gezogen, dass er beginnt, innerlich zu verbluten. Es ist ein schrecklicher Tod.

Wer den verursacht, kommt vor dem Gesetz leider immer noch recht milde davon. Tiere gelten im deutschen Strafrecht als Sachen. Werden sie durch Köder verletzt oder getötet, gilt das als Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und nach Paragraf 303 des Strafgesetzbuches als Sachbeschädigung. Die kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit einer Geldstrafe geahndet werden.

Kann. In den seltensten Fällen werden die Täter ermittelt und dann auch entsprechend bestraft. Deshalb weiter Augen auf beim Spaziergang mit dem Vierbeiner. Aber auch, ob einem Personen auffallen, die etwas Verdächtiges auslegen. Vorwarnung ist zum Selbstschutz wichtig – zum Beispiel auf entsprechenden Seiten in den sozialen Medien.

Ganz wichtig aber auch: Jeder Hundehalter sollte sich draußen mit seinem Tier so korrekt verhalten, dass er Hundefeinden keinen Anlass gibt, mit Giftködern und Ähnlichem ihren Zorn abzureagieren. Dazu gehört es vor allem, Hundekot nicht liegen zu lassen, sondern ihn zu entfernen. Er hat auf Straßen, Wegen, Bürgersteigen, Kinderspielplätzen oder in Grünanlagen nichts verloren und provoziert zu Recht bei vielen Ärger. Der darf sich natürlich nicht in der Tötung des „Übeltäters“ entladen. Das auch deshalb nicht, weil nicht nur Hunde, sondern ebenso Menschen und andere Tiere damit gefährdet werden.


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