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16.04.2018, 15:01 Uhr KOMMENTAR

Wie Geeste mobil zum Erfolg wurde

Von Manfred Fickers


Bürgermeister Helmut Höke und Fachbereichsleiter Reinhard Janzen informierten im Dezember 2016 sich bei Britta Glasker und Bernhard Alberts vom Malteser Hilfsdienst über das Projekt Geeste mobil. Foto: Gemeinde GeesteBürgermeister Helmut Höke und Fachbereichsleiter Reinhard Janzen informierten im Dezember 2016 sich bei Britta Glasker und Bernhard Alberts vom Malteser Hilfsdienst über das Projekt Geeste mobil. Foto: Gemeinde Geeste

Geeste. Bald ist Halbzeit beim Projekt Geeste mobil, einem Fahr- und Begleitdienst für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.

Nicht immer gibt es zur Halbzeit eines Modellprojekts schon ein eindeutiges Ergebnis. Aber von Geeste mobil kann gesagt werden, dass es ein Erfolg ist.

Wo immer in der Gemeinde in den vergangenen Jahren das Thema älter werdende Bevölkerung zur Sprache kam, wurde sogleich das Problem der fehlenden Mobilität beschrieben. Das ist besonders in den Gemeindeteilen zu hören gewesen, wo es keinen Laden oder Kiosk, keine öffentlichen Einrichtungen und keine Arztpraxen gibt.

So dicht kann selbst ein wohlhabender Landkreis das Netz des Nahverkehrs nicht knüpfen, damit jeder so versorgt ist, wie es Großstädter gewohnt sind. Das Taxi ist wegen der Länge der Strecken mit entsprechenden Fahrtkosten für viele Rentner nur selten leistbar. Bleibt der Tipp mit dem Umzug in ein Betreutes Wohnen. Aber die gewohnte Umgebung zu verlassen fällt nun einmal schwer.

Hier bietet Geeste mobil eine Lösung, die Nachteile des Lebens auf dem Land ausgleicht. Das Modell lässt sich sicher auf weitere Gemeinden im Emsland übertragen.

Aber es gibt eine Schwäche des Projekts. Es ist abhängig von Freiwilligen, die sich als Fahrer und Begleiter zur Verfügung stellen. Daher sollte man nicht nur über die Finanzierung der Sachkosten nachdenken, sondern auch die Werbung für das Ehrenamt unterstützen.


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