Mehr als 770 Fahrten Modellprojekt „Geeste mobil“ ist gut gestartet

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Geeste mobil versteht sich – vornehmlich für Senioren - als ergänzendes Angebot zum öffentlichen Personennahverkehr. Norbert Hoffschröer und Britta Glasker vom Malteser Hilfsdienst mitFahrgast Wilfried Klingberg (v. l.) sehen einen Bedarf insbesondere für Flächengemeinden. Foto: Iris KroehnertGeeste mobil versteht sich – vornehmlich für Senioren - als ergänzendes Angebot zum öffentlichen Personennahverkehr. Norbert Hoffschröer und Britta Glasker vom Malteser Hilfsdienst mitFahrgast Wilfried Klingberg (v. l.) sehen einen Bedarf insbesondere für Flächengemeinden. Foto: Iris Kroehnert

Geeste. Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, nehmen das Angebot „Geeste mobil“, organisiert vom Malteser Hilfsdienst, gern an.

Koordinatorin Britta Glasker machte in der Sitzung des Sport-, Jugend-, Senioren- und Sozialausschusses Geeste den wachsenden Zuspruch mit Zahlen deutlich. Vom Start am 17. Januar 2017 bis zum Jahresende gab es 512 Fahrten, in den ersten dreieinhalb Monaten dieses Jahres waren es bereits 261.

Bald ist die Halbzeit der Projektphase erreicht. Die Gemeinde profitiert von Fördermitteln des Amts für regionale Landesentwicklung aus dem Programm Demografie-Projekte. Denn die Beteiligten wollen prüfen, ob die Kombination aus Fahrdienst und Betreuung der Fahrgäste für auf dem Lande lebende Personen, die nicht so gut zu Fuß sind, angenommen wird.

In der ersten Projektphase wurden Strukturen aufgebaut und das ehrenamtliche Fahr- und Begleitpersonal geschult. Die Gemeinde stellt auf eigene Kosten einen Büroraum für zwei Vormittage pro Woche zur Verfügung. Zehn Fahrer und eine Betreuerin sind es jetzt, berichtete Glasker, aber es dürfen sich gern noch mehr melden. In der zweiten Phase wurde das Angebot etabliert und die Koordination der Fahrten in enger Abstimmung von Malteser Hilfsdienst und Freiwilligenagentur Geeste organisiert.

Jetzt läuft die dritte Projektphase. Erfahrungen werden ausgewertet und in die Verbesserung der Abläufe umgesetzt. Alles wird dokumentiert, damit Empfehlungen zur Übertragung des Modells auf andere ländliche Gemeinden gegeben werden können. Zu den positiven Ergebnissen zählt Glasker, dass es gelungen ist, ein flexibel an die Bedürfnisse der Nutzer angepasstes Angebot zu schaffen. Wie erwartet gehören Fahrten zum Arzt mit Begleitung in der Praxis und zum Einkaufen dazu. Wichtig ist Glasker, dass das Ziel der verbesserten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erreicht wird. Sie nannte als Beispiele Besuche im Freundes- und Verwandtenkreis sowie die Teilnahme am Witwenstammtisch. Inzwischen gebe es 85 regelmäßige Nutzer im Gemeindegebiet, viele aus den etwas abgelegeneren Ortsteilen.

Die Betriebskosten werden aus Spenden aufgebracht. Weil aber die Gemeinde Geeste und der Malteser Hilfsdienst das Projekt zu einer dauerhaften Einrichtung machen wollen, prüfen sie Fördermöglichkeiten und suchen Sponsoren um eine sichere Finanzierung aufzubauen, sagte Fachbereichsleiter Reinhard Janzen. Günter Abel (CDU) ergänzte, dass der Erfolg auch von der Nutzung abhängig ist. Daher solle mit der Werbung für das Angebot nicht nachgelassen werden. Der Ausschussvorsitzende Manfred Ketter wertete das Projekt als wichtige Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr und dem Taxiangebot, besonders im Interesse der Senioren.


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