Neuer kommunaler Kindergarten Geeste reagiert auf steigende Anmeldezahlen in Kitas

Meine Nachrichten

Um das Thema Geeste Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Der Richtkranz wehte im Juni 2017 über dem neuen Teil des Kindergartens St. Bernadette in Geeste-Dalum. Viel hängt jetzt von der baldigen Fertigstellung ab. Foto: Manfred FickersDer Richtkranz wehte im Juni 2017 über dem neuen Teil des Kindergartens St. Bernadette in Geeste-Dalum. Viel hängt jetzt von der baldigen Fertigstellung ab. Foto: Manfred Fickers

Geeste. Durch die Umwandlung des Haus des Gastes am Speichersee Geeste in eine Kindertagsstätte gewinnt die Gemeinde Zeit bis der Neubau in Dalum fertig wird.

Im März hatte die Verwaltung Ideen vorgestellt, wie auf die das Tempo des Kinderkrippenbaus überholenden Anmeldezahlen reagiert werden kann. Jetzt hat Fachbereichsleiter Reinhard Janzen im Sport-, Jugend-, Senioren- und Sozialausschuss konkrete Pläne vorgestellt, die mit den Aufsichtsbehörden und betroffenen Einrichtungen sowie Kindergartenträgern abgestimmt sind. Bis zum 1. August sollen 30 neue Krippenplätze geschaffen werden. Mit Provisorien wird die Zeit bis zur Fertigstellung des St.-Vitus-Kindergartens neben der Bonifatiusschule in Dalum und eines Krippenhauses in Osterbrock überbrückt.

Der Kindergarten St. Isidor in Osterbrock wird einen nicht mehr genutzten Klassenraum der Gebrüder-Grimm-Schule im selben Gebäude als Gruppenraum nutzen. Damit kann ein Raum im Erdgeschoss für 15 Krippenplätze umgestaltet werden, der Ruheraum soll in einem Wohncontainer untergebracht werden.

Beim Kindergarten Abenteuerland in Geeste wird ebenfalls ein Regelgruppenraum für eine Krippengruppe umgenutzt. Die Regelgruppe soll im selben Ortsteil im Haus des Gastes unterkommen. Dieses Gebäude soll ab dem 1. August als eigenständige kommunale Kindertagesstätte mit einer Regelgruppe und zwei Krippengruppen geführt werden. Hier könnte bei Bedarf noch eine zweite Regelgruppe ausreichend Raum finden. Denn wegen der Flexibilisierung des Einschulungsalters müsse die Gemeinde mit höherem Bedarf an Kindergartenplätzen rechnen, erläuterte Janzen das Vorhaben.

„Eine vertretbare Lösung für eine Übergangszeit“, kommentierte Lara Evers (CDU) den Vorschlag. Damit sei der Zusatzbedarf von 30 Krippenplätzen zum 1. August gedeckt, stellte Kathrin Lammers (CDU) fest.

Bei der Standortsuche für ein Krippenhaus für den Ortsteil Osterbrock werden aktuell konkrete Vorschläge geprüft. Vor den letzten Verhandlungsschritten steht die Vereinbarung mit dem St.-Vitus-Werk Meppen über die Trägerschaft des künftigen Kindergartens in Dalum. Fachbereichsleiter Janzen präsentierte die Pläne für die Kindertagesstätte mit drei Krippengruppen und zwei Kindergartengruppen. Weil dies „ein inklusives Leuchtturmprojekt“ werden soll, in dem Kinder mit Förderbedarf die passenden Hilfen bekommen, gestalte sich manches etwas komplizierter, merkte er an. Die Gesamtkosten werden auf 2.765.000 Euro geschätzt, die durch Fördermittel des Landes in Höhe von 540.000 Euro, des Landkreises von 125.000 Euro für den Krippenbereich und 198.000 Euro für den Regelbereich teilweise gedeckt sind. Die Gemeinde hat 1.250.000 Euro im Haushalt 2018 bereitgestellt. Weil das St.-Vitus-Werk Drittmittel einwerben will, kann sich der Anteil der Gemeinde an den Gesamtkosten noch reduzieren, teilte Janzen mit.

In der Diskussion wurde deutlich, dass jetzt alles von der zügigen Fertigstellung der Erweiterung des Kindergartens St. Bernadette in Dalum abhängt. Janzen wies darauf hin, dass die beiden vorläufig im Haus des Gastes betreuten Regelgruppen zum 1. Juni wieder am Heimatstandort betreut werden sollen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN