Kreisverkehr wird teuer Bauausschuss Geeste hält an Vorhaben in Dalum fest

Von Manfred Fickers


Geeste. Wie mit dem wachsenden Verkehrsaufkommen in Dalum umzugehen ist, darüber hat der Planungs- und Bauausschuss der Gemeinde Geeste diskutiert.

Birgit Schulte vom Fachbereich Planen- und Bauen stellte den Planungsstand vor. Zwei Gutachten zum Verkehrsfluss im Kreuzungsbereich der Landesstraßen 48 und 67 mit dem Busackerweg liegen vor. Im Zusammenhang mit der Ansiedlung von zwei Einzelhandelsbetrieben in diesem Bereich haben die Investoren 2016 eine Prüfung der Auswirkungen auf diesen Verkehrsknotenpunkt am östlichen Ortseingang von Dalum durch ein Fachbüro vornehmen lassen. Es bewertete die Kreuzung mit „Ausreichend“. Durch einen Umbau zum Kreisverkehr könnte die Qualitätsstufe „Gut“ erreicht werden. Zu einem ähnlichen Ergebnis kamen die von der Gemeinde Geeste beauftragten Fachleute beim Verkehrsgutachten für die beiden Landesstraßen 2016. Sie sagen voraus, dass ein Kreisverkehrsplatz einen erheblichen Zuwachs an Verkehrssicherheit mit sich bringt.

Verantwortung für den Zustand der Landesstraßen trägt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. „Grundsätzlich bestehen keine Einwände“, berichtete Schulte. Die Kosten wurden auf 600.000 Euro berechnet, wobei die aktuell steigenden Baupreise einberechnet sind, ebenso der eventuell notwendige Neubau eines Regenwasserkanals. Die Landesstraßenbauverwaltung wolle sich mit 10.000 Euro beteiligen. Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass weiter geplant werden soll. Denn diese Kreuzung sei wichtig für alle Ortsteile der Gemeinde, erklärte Thomas Musekamp (CDU). Heiner Brockhaus (UWG) wies darauf hin, dass seit Jahren vom Gemeinderat ein Kreisverkehr an dieser Stelle gefordert wird.

Busackerweg

Die UWG-Fraktion hat einen Antrag eingebracht, im geplanten neuen Baugebiet auf dem Dalumer Esch entlang des Busackerwegs einen Geh- und Radweg zu bauen. Brockhaus begründete dies mit dem hohen Verkehrsaufkommen und der schmalen Fahrbahn des Wegs. Daher sollte entlang des Windschutzstreifens am Busackerweg auf dem Gelände des geplanten Baugebiets der Weg gebaut werden. Die CDU- und SPD-Ausschussmitglieder zeigten sich nicht überzeugt. Ulrich Kuper (CDU) wies darauf hin, dass Fußgänger und Radfahrer durch das Wohngebiet selbst zur Ortsmitte gelangen können. Franz Günnemann (SPD) ergänzte, dass ohnehin der Busackerweg in absehbarer Zeit erneuert werden muss. Dann könne bei Bedarf ein Geh- und Radweg angebaut werden. Brockhaus forderte dagegen eine schnelle Lösung. Er bezweifelt, dass die Wegebreite für eine Fahrbahn mit Geh- und Radweg ausreicht.

Bushaltestellen

Einigkeit herrschte wieder bei der Vorstellung des Programms zum barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen. In diesem Jahr sollen die Haltestellen Groß Hesepe-Moormitte, Schwefinger Straße in Varloh, Bramhar-Dorf, Am Sportplatz Bramhar und Groß Hesepe Ludgerischule aufgewertet werden. Sobald die Grundstücksverhandlungen abgeschlossen sind, soll ein Förderantrag für die Haltestelle Dalum Großer Sand gestellt werden, erklärte Schulte. Fachbereichsleiterin Britta Düthmann erklärte, dass die Gespräche aktuell laufen. Thomas Musekamp wies auf die Dringlichkeit hin, es gehe insbesondere um die Sicherheit von Schulkindern.