Antrag umfasst 17 Aktenorder Planungsstart der Gleichstromverbindung A-Nord

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Die Antragsunterlagen für den Trassenkorridor der Hochspannungs-Gleichstromleitung A-Nord. Foto: Daniel SchumannDie Antragsunterlagen für den Trassenkorridor der Hochspannungs-Gleichstromleitung A-Nord. Foto: Daniel Schumann

Geeste. Das Verfahren zur Festlegung des Verlaufs der künftigen Gleichstromverbindung A-Nord von Emden nach Osterrath im Rheinland hat begonnen. Der Antrag auf Bundesfachplanung ist bei der Bundesnetzagentur eingereicht, teilt Netzbetreiber Amprion mit.

17 Aktenordner hat Amprion fristgerecht der Bundesnetzagentur (BNetzA) als Genehmigungsbehörde zugestellt. In dem Antrag schlägt der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Trassenkorridore vor, die in den kommenden Monaten näher untersucht werden sollen. Ziel ist es, den verträglichsten Verlauf für die geplante Erdkabeltrasse zu finden. Die Bundesfachplanung bietet der Öffentlichkeit in den kommenden Monaten mehrere Beteiligungsmöglichkeiten.

Teil des Dokumentes ist ein Vorschlagskorridor, den Amprion nach bisheriger Auswertung aller Daten bevorzugt. „Wir freuen uns, nach der intensiven frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung über eineinhalb Jahre nun den ersten wichtigen Meilenstein im Projekt A-Nord erreicht zu haben“, sagt Projektleiter Klaus Wewering. Der Vorschlagskorridor verläuft im nördlichen Emsland zwischen Autobahn 31 und niederländischer Grenze, folgt von Haren bis Dalum-Siedlung in der Gemeinde Geeste im Wesentlichen der A 31. Von hier ist ein Verlauf durch die Grafschaft Bentheim vorgeschlagen.

Die BNetzA prüft den Antrag nun auf Vollständigkeit, ehe sie die Termine und Orte für die Antragskonferenzen bekannt gibt. Die Konferenzen bilden die Grundlage für den Untersuchungsrahmen, den die BNetzA dem Vorhabenträger mit auf den Weg gibt. Er umfasst, welche Korridore Amprion näher zu prüfen hat und wie detailliert die Untersuchungen erfolgen müssen. Zu den Antragskonferenzen sind alle Bürger eingeladen, die eine Stellungnahme zu der bisherigen Planung von A-Nord eingeben möchten. Wer teilnehmen möchte, muss sich auf der Internetseite www.netzausbau.de der Bundesnetzagentur anmelden. Die Träger öffentlicher Belange, die von dem Vorhaben betroffen sind, beteiligt die BNetzA automatisch.

Ziel der Bundesfachplanung ist es, zunächst einen 1000 Meter breiten Korridor für die spätere Erdkabeltrasse festzulegen. Ob die BNetzA dabei dem von Amprion vorgeschlagenen Korridornetz zustimmt, ist noch offen. Es könnten sowohl neue Varianten hinzukommen, als auch bereits dargestellte Korridore gestrichen werden. Der Antrag steht auf der Amprion-Webseite, www.amprion.net, vorbehaltlich der Prüfung auf Vollständigkeit durch die Bundesnetzagentur, zum Download zur Verfügung.

Die circa 320 Kilometer lange Gleichstromverbindung A-Nord soll ab dem Jahr 2025 die größtenteils auf See erzeugte Windenergie in den Westen und Süden Deutschlands transportieren. Über die Leitung können zwei Gigawatt Leistung übertragen werden – das entspricht dem doppelten Bedarf einer Großstadt wie Köln.


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