Pappeln und Weiden gefällt Gemeinde Geeste reagiert auf Leserbrief

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Der Windschutzstreifen am Kiebitzweg in Groß Hesepe. Vorn links sind Äste des Aufschlags von 2017 zu sehen, in der Mitte der auf den Stock gesetzte Abschnitt, hinten die zu voller Höhe aufgewachsenen Bäume und Sträucher. Foto: Manfred FickersDer Windschutzstreifen am Kiebitzweg in Groß Hesepe. Vorn links sind Äste des Aufschlags von 2017 zu sehen, in der Mitte der auf den Stock gesetzte Abschnitt, hinten die zu voller Höhe aufgewachsenen Bäume und Sträucher. Foto: Manfred Fickers

Geeste. Die Gemeinde Geeste hat mit einer Klarstellung auf Kritik an Baumfällarbeiten und Gehölzrückschnitt reagiert. Sie habe die Arbeiten fachgerecht geplant und durchführen lassen, außerdem für einen Ausgleich gesorgt.

In seinem Leserbrief vom 15. März, veröffentlicht in der Meppener Tagespost, wirft Reiner Korth der Gemeinde Geeste Naturzerstörung in einer „zielstrebigen und konsequent vertraulich durchgeführten Aktion“ vor. Beide Vorwürfe weist die Gemeinde Geeste in ihrer Stellungnahme zurück.

Die Gehölzpflegemaßnahmen wurden sowohl im Planungs- und Bauausschuss besprochen als auch der Öffentlichkeit im Oktober 2017 angekündigt. Ein ausführlicher Hinweis stand über acht Wochen auf der Homepage der Gemeinde Geeste. Im Newsletter der Gemeinde Geeste vom 22. Dezember wurde ebenfalls darauf hingewiesen, sowie am 19. Dezember in der Meppener Tagespost. Im Lokalblättchen „Geeste Aktuell“ sei im Januar 2018 ein ausführlicher Bericht erschienen, in dem die betroffenen Straßenabschnitte genannt worden sind, erklärt die Gemeinde.

Es wurden entsprechend der Ankündigung Pappeln und Weiden, aber keine Eichen gefällt, anders als Korth es in seinem Leserbrief behauptet hat. Die Gehölzpflege im Landschaftsschutzgebiet sei mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt worden, heißt es in der Stellungnahme. Die Arbeiten im Bereich Lehmkuhl wurden Mitte Februar durchgeführt und da zu den Pflegemaßnahmen ebenfalls das Anpflanzen von neuen Bäumen gehört, wurden in der vergangenen Woche 16 Stieleichen und Rotbuchen gepflanzt. Bisher wurden im Ortsteil Groß Hesepe insgesamt 30 Bäume angepflanzt, weitere Neupflanzungen folgen, kündigt die Gemeinde an.

Wegen der Verkehrssicherungspflicht veranlasst die Gemeinde regelmäßig Baumkontrollen statt. Sollten Bäume nicht mehr stabil und standsicher sein, werden Vorkehrungen getroffen, um Dritte vor Schäden zu schützen. Bei Windschutz- und Wallheckenanlagen seien von Zeit zu Zeit Pflegehiebe, das sogenannte „auf den Stock setzen“ nötig. Es sollte etwa alle 15 bis 20 Jahre erfolgen, um die Hecke dicht zu halten. Die Gehölze verdrängen sich in alten Hecken gegenseitig, dies führt dann zur Verkahlung von Windschutzstreifen und Hecken. Es werden nicht komplette Windschutze auf einmal, jeweils Teilbereiche auf den Stock gesetzt, damit typische Heckenbewohner andere Abschnitte weiterbesiedeln können, führt die Gemeinde zur Begründung der Baumfällarbeiten und des Gehölzrückschnitts an.


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