Streit um Gehölzrückschnitt Arbeiten an Windschutzstreifen in Gemeinde Geeste

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Geeste. Ihr Programm zur Pflege von Windschutzstreifen und Wallhecken hat die Gemeinde Geeste wie im Oktober angekündigt bis zum 1. März umgesetzt. Darüber informierte Bürgermeister Helmut Höke den Gemeinderat.

Bei Windschutzstreifen und Wallheckenanlagen sind von Zeit zu Zeit Pflegehiebe, das sogenannte „auf den Stock setzen“, nötig, damit nicht die fruchtbare Bodenkrume von den angrenzenden Ackerflächen wegweht und die Artenvielfalt dieser Bestandteile der Kulturlandschaft erhalten bleibt. Das „Auf den Stock setzen“ sollte etwa alle 15 bis 20 Jahre erfolgen, dabei werden die Gehölze tief zurückgeschnitten und zum Stockausschlag gezwungen, um die Hecke dichtzuhalten. Bei Wallhecken bleiben einzelne hohe Bäume stehen. Windschutze werden nicht in voller Länge, sondern immer in Teilbereichen bearbeitet, damit typische Heckenbewohner andere Abschnitte weiterbesiedeln können.

Von der Gemeinde im Oktober letzen Jahres angekündigt waren Arbeiten am Kiebitzweg, Zu den Tannen, Am Bahndamm, Birkhahnweg, Im Feld, Mittelstraße, Dorfstraße und Siedlung. An der Verbindungsstraße von Lehmkuhl zu Neustadt wurden morsche und brüchige Weiden gefällt, am Lehmkuhl und bei der Schule Bramhar Pappeln, die ihr maximales Lebensalter erreicht haben und dadurch instabil waren. An einzelnen Standorten wurden Eichen entfernt, die krank waren oder Fahrbahnen beschädigten, so an der Kordestraße in Klein Hesepe und an der Heidkampstraße.

Windschutz am Kiebitzweg

Höke berichtete von einer Beschwerde, die aus Groß Hesepe wegen der Arbeiten am Windschutzstreifen am Kiebitzweg eingegangen ist. Wie im Vorjahr lautete die Kritik, dass zu radikal vorgegangen wurde, auch hohe ältere Bäume sind entfernt worden. Der Bürgermeister kündigte Gespräche mit den Beschwerdeführern an. Den Ratsmitgliedern empfahl er, sich selbst ein Bild vom Ergebnis der Arbeiten zu machen. Der Abschnitt des Kiebitzwegs, der im Winterhalbjahr 2016/2017 auf den Stock gesetzt wurde, sei bereits ein bis zwei Meter hoch aufgewachsen.

Der Planungs- und Bauausschuss hatte sich im September 2017 bei einem Ortstermin mit dem Thema befasst, nachdem es immer wieder Kritik aus der Bevölkerung und von Naturschutzverbänden gegeben hatte. Nicht durchsetzen konnte sich die Unabhängige Wählergemeinschaft mit dem Antrag, eine Baumschutzsatzung für die Gemeinde zu erlassen. Die Verwaltung und die Ratsmehrheit sind der Auffassung, dass die von externen Fachleuten begleitete Baum- und Gehölzstreifenpflege im Einklang mit dem Schutz der Natur und des Ortsbilds steht. Eine Satzung würde für Bürger und Verwaltung nur mehr Bürokratie mit sich bringen.


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