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08.03.2018, 16:12 Uhr NEGATIVTREND HÄLT AN

Geeste: Moormuseum muss sich für neue Ideen öffnen

Kommentar von Hermann-Josef Mammes

Neue Stelen im Moormuseum Emsland dienen den Besuchern als Leitsystem durch die Außenanlagen. Foto: Hermann-Josef MammesNeue Stelen im Moormuseum Emsland dienen den Besuchern als Leitsystem durch die Außenanlagen. Foto: Hermann-Josef Mammes

Geeste. Die öffentliche Hand gibt jedes Jahr 360.000 Euro für den Betrieb des Emsland Moormuseums in Geeste. Im Klartext: Jeder Besucher wird mit rund 20 Euro bezuschusst.

Seit Jahren beklagen Politiker rückläufige Besucherzahlen der musealen Einrichtung. Trotz großer Investitionen in Millionenhöhe und durchaus sehenswerter Exponate konnte der Negativtrend nicht gestoppt werden. Jetzt ruht die Hoffnung in der Eröffnung der Feldbahn. Diese lässt aber bis Herbst auf sich warten und dürfte die Zahlen für 2018 kaum noch wesentlich beeinflussen.

Tolle Räumlichkeiten

Es wird höchste Zeit, dass die Museumsleitung einmal grundsätzlich ihr Konzept überdenkt. Damit das Moormuseum gerade auch für Touristiker aus anderen Regionen interessant wird, bedarf es neuer Ansätze. Dabei liegt die Einrichtung strategisch sehr günstig. Die Busse auf der Emslandautobahn fahren quasi vorbei. Dabei lohnt sich ein Blick in die Historie. Mit der Ausstellung „Augsburger Puppenkiste“ im Jahr 2000 strömten Zehntausende ins Moormuseum. Inzwischen verfügt die Einrichtung sogar über wesentlich freundlichere, modernere, größere und hellere Präsentationsräume. Andere Museen im Emsland sind längst offen für neue Ideen und freuen sich über zusätzliche Besucher.


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