Unternehmen wollen investieren Gemeinde Geeste plant in Dalum und Groß Hesepe

Von Manfred Fickers


Geeste. Die Gemeinde Geeste will gewerbliche Investitionen in Dalum und Groß Hesepe möglich machen.

In Dalum, am Wietmarscher Damm, an der Grenze zur Gemeinde Wietmarschen betreibt die Genossenschaft Weser-Ems-Union einen Viehhandel zur Vermarktung von Zuchtrindern mit Quarantänestation. Hier soll ein Färsenstall für maximal 140 Tiere errichtet werden. Dazu richtet die Gemeinde hier ein Sondergebiet mit klar definierter gewerblicher Nutzung ein, erläuterte Bürgermeister Helmut Höke das Vorhaben im Planungs- und Bauausschuss.

Auf Nachfrage von Heiner Brockhaus (UWG), der auf mögliche Konflikte mit benachbarten landwirtschaftlichen Betrieben hinwies, erklärte Höke, dass es sich um eine gewerbliche Nutzung handelt, nicht um einen landwirtschaftlichen Betrieb. Dementsprechend sei der zeitweilige Aufenthalt von Zuchtvieh auf dem Gelände nicht als Tierhaltung einzustufen. Ralf Otten (CDU) meint, dass durch die Ausweisung eines Sondergebiets, die mit klaren Regelungen verbunden ist, keine Einschränkungen für die Nachbarn zu befürchten sind. Der Ausschuss empfahl einstimmig die Aufstellung des Bebauungsplans.

Im Süden des Gewerbegebiets Zu den Tannen in Klein Hesepe möchte ein Investor einen Betrieb aufbauen. Weil sich herausgestellt hat, dass die Zufahrt zu schmal ist, sind jetzt Detailänderungen am Bebauungsplan nötig. Fachbereichsleiterin Britta Düthmann versicherte, dass dies ohne größere Eingriffe in den Grünbestand am Rand des Geländes möglich ist, der nach dem Willen des Gemeinderats erhalten bleiben soll. Der für den geringfügig größeren Platzbedarf nötige ökologische Ausgleich könne ohne Probleme erbracht werden.

Diesem Vorhaben wurde ebenso zugestimmt, wie der Bebauungsplanänderung für ein Betriebsgelände im selben Gewerbegebiet in Groß Hesepe. Hier möchte ein Unternehmen eine Lagerhalle erweitern. Dafür muss der überbaubare Bereich um einige Meter erweitert werden, erklärte Düthmann.

Auf einem vier Hektar großen Gelände iim Besitz der Gemeinde in Dalum ist ebenfalls der überbaubare Bereich neu festgelegt worden. Hier befindet sich die Bonifatiusschule und das Grundstück ist groß genug um hier ohne größere Eingriffe in den Grünbestand einen Kindergarten mit Kinderkrippe und eventuell einen Sport- und Jugendtreff errichten zu können, sagte Bürgermeister Höke. Krippe und Kindergarten sollen eine gesonderte Zufahrt bekommen. Abgesehen von diesem Eingriff bleibe der Grünstreifen an der Ölwerkstraße erhalten, so wie es von den Ausschussmitgliedern und Einwohnern des Ortsteils gewünscht ist.