Modellprojekt für die Gemeinde Geeste erneuert Wiesenstraße in Dalum Neuer Kamp



Geeste. Die Erneuerung der Wiesenstraße im Wohngebiet Neuer Kamp in Dalum ist beendet. Bürgermeister Helmut Höke spricht von einem Modellprojekt für die Gemeinde Geeste.

Die Wiesenstraße in der ab 1950 entstandenen Wohnsiedlung befand sich trotz ständiger Reparaturen durch den Bauhof der Gemeinde in einem schlechten Zustand und entsprach nicht mehr heutigen Anforderungen. Rat und Verwaltung haben dies erkannt und auf Anregungen seitens der Anwohner reagiert, sagte Höke bei der Freigabe der erneuerten Straße. Besonder die Initiative „Wir sind Dalum Neuer Kamp“ gab der Politik Anregungen, denn langfristiges Ziel ist es, das Wohngebiet attraktiv zu halten. Als nächster Schritt dahin soll auf Anregung der Initiative der Spielplatz am Schützenhaus St. Barbara in einen Mehrgenerationenpark umgewandelt werden.

Dennoch sei die Sanierung der Wiesenstraße umstritten gewesen, räumte der Bürgermeister ein. Zwei Bürgerversammlungen 2015 warfen viele Fragen zur Ausbauform und zur Kostenbeteiligung der Anwohner auf. Bei den Details der Planung hat der Fachbereich Planen und Bauen die Anlieger einbezogen.

Fachbereichsleiterin Britta Düthmann beschrieb den Umfang der Arbeiten. Es habe sich herausgestellt, dass bei Ableitung des Regenwassers eine Kombination aus Versickerung und Regenwasserkanalisation am günstigsten ist. Daher wurde in einem Teilstück ein Regenwasserkanal verlegt, und die Seitenräume für eine Versickerung wurden umgestaltet. Weil die Wiesenstraße Verkehr aus Nebenstraßen sammelt und auch landwirtschaftliche Flächen erschließt, ist die Trag- und Deckschicht der Fahrbahn stärker ausgeführt worden. Die Beleuchtung wurde nicht nur erneuert, sondern eine bessere Verteilung der Lampenstandorte vorgenommen. Zuletzt wurden Buchen und Linden neu angepflanzt, um die Allee wieder zu vervollständigen, sagte Düthmann. Ihr Mitarbeiter Christian Moß ergänzte, dass er vor und während der Arbeiten stetig mit den Anliegern im Gespräch stand, um Details wunschgemäß zu berücksichtigen. Die Fachbereichsleiterin erklärte, dass nach derzeitigem Stand der Abrechnung der vom Rat gesetzte Kostenrahmen von 320.000 Euro eingehalten wird.

Der Ratsvorsitzende Meinolf Topphoff hob hervor, dass trotz der kontrovers geführten Diskussion der Rat im Februar 2017 bei einer Enthaltung einstimmig für den Ausbauplan gestimmt hat. Hier sei ein Standard für zukünftige Projekte zur Straßenerneuerung gesetzt worden, stellt der Vorsitzende des Planungs- und Bauausschusses, Nils Stenzel-Niers fest. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Thorsten Lammers erinnerte an die finanzielle Belastung für die Grundeigentümer, allerdings liege eine Modernisierung des Wohngebiets auch in deren Interesse. Insgesamt seien die Interessen der Einwohner berücksichtig worden.

Bürgermeister Höke zog eine positive Zwischenbilanz der laufenden Erneuerung von Wirtschaftswegen und Wohnstraßen. Der Ginsterweg stehe vor der Freigabe und am Lehmkuhl gebe es noch Nacharbeiten, eine Freigabe sei noch im Frühjahr zu erwarten. In diesem Jahr stehe der Bau des Mehrgenerationenparks an, aber die Gemeinde werde sich danach mit weitere Wohnstraßen auf dem Neuen Kamp befassen müssen.


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