Ein Artikel der Redaktion

Zusammenarbeit über die Landesgrenze Gemeinsame Übung der Feuerwehren Fürstenau und Schale

23.09.2011, 08:54 Uhr

Mit vereinten Kräften bekämpften die Freiwilligen Feuerwehren aus Fürstenau und Schale den fiktiven Brand einer als provisorischen Schlafraum eingerichteten Scheune auf dem Hof Freye in Hollenstede, Große Haar.

Die Scheue, die in erster Linie als Werkstatt und Geräteschuppen sowie zur Unterstellung von landwirtschaftlichen Geräten dient, war für die Gäste einer Veranstaltung als Schlafraum hergerichtet worden. Hier kam es aus Unachtsamkeit zu einem Brand. Diese Lage gaben die Übungsleiter Carsten Knocke, Marcel Determann und Walter Mey den Feuerwehrleuten vor. Das Wichtigste vorab: Die Zusammenarbeit funktionierte ausgezeichnet. Deutlich wurde aber auch, dass ein Brand im Grenzbereich besondere Herausforderungen beinhaltet. Die Feuerwehr Schale kann bedeutend schneller vor Ort sein. Die Feuerwehr Fürstenau kommt aufgrund der erheblich größeren Entfernung mehrere Minuten später am Einsatzort an.

Bei der Übung trafen sie jetzt gleichzeitig ein. Die Übungsleiter wiesen die anrückenden Kräfte in ihre Aufgaben ein. Die Einsatzleitung übernahm dabei der stellvertretende Ortsbrandmeister der Feuerwehr Fürstenau, Uwe Brinkers. Der Einsatzleiter ging von acht vermissten oder sogar verletzten Personen aus, die aus dem Objekt gerettet werden mussten. Es galt gleichzeitig, mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz in das Gebäude zu schicken und sie zu überwachen. Parallel dazu mussten Atemschutztrupps in Bereitschaft stehen.

Eine Einsatzstelle wurde ebenso eingerichtet wie eine Verletztensammelstelle. Damit aber noch nicht genug. Löschwasser (Hydranten) war bis auf die Vorräte in den Wasser führenden Fahrzeugen nicht vorhanden. Also musste eine Entnahmestelle an der mehrere 100 Meter entfernten Hollensteder Ahe eingerichtet und Löschwasser im Pendelverkehr zur Einsatzstelle geschafft werden. Alle Arbeiten gingen zügig über die Bühne.

Bei der anschließenden Besprechung dankte Ortsbrandmeister Ulrich Osterhage den Übungsleitern für ihre engagierte Arbeit ebenso wie Hofbesitzer Helmut Freye. Carsten Knocke wies auf die sehr wichtige Funkkanaltrennung hin.

Die Übung wurde von Gemeindebrandmeister Heinrich Brinkers beobachtet. Er bescheinigte den Feuerwehrleuten bei dieser nachbarschaftlichen Löschhilfe eine gute Zusammenarbeit. Dabei ging er auf die Menschenrettung und auf das Vorgehen in verqualmten Gebäuden ein. „Im Ernstfall sollen die Feuerwehren aus dem Gebiet jenseits der Landesgrenze unbedingt hinzugerufen werden“, betonte er.