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„Wir sind dann raus“ Werbegemeinschaft Fürstenau gegen Kirmes im Mai

Von Jürgen Ackmann | 06.06.2018, 18:02 Uhr

Jede Kommune hat ihre thematischen Dauerbrenner. In Fürstenau gehört die Kirmes dazu. Wann soll sie stattfinden? In welcher Form? Macht sie überhaupt noch Sinn? Fragen, die regelmäßig zur Debatte stehen. Am Dienstag war es wieder soweit.

„Kirmes in Fürstenau“ lautete der Tagesordnungspunkt 6 in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung und Digitales. Hier ging es zunächst darum, noch einmal kurz die Kirmes Mitte Mai zu reflektieren. Das Fazit: Die erstmals angebotene Freiluftdisco sei recht gut angenommen worden. Ansonsten habe es am Kirmeswochenende Überschneidungen mit anderen Veranstaltungen in der Region gegeben. Die Schausteller hätten deshalb darum gebeten, die Kirmes 2019 auf das erste Wochenende im Mai zu legen, wie Thomas Wagner von der Verwaltung erläuterte. Das Thema solle nun im Arbeitskreis Kirmes erörtert werden. Der werde am 25. Juni tagen. Eingeladen sind der Stadtmarketingverein, Schausteller sowie Vertreter aus Kommunalpolitik, Werbegemeinschaft, Verwaltung und Jugendparlament. Lösungen könne es nur gemeinsam geben, so Thomas Wagner.

Kaufleute: Termin im Mai macht keinen Sinn

Die Werbegemeinschaft schlug dann bereits in der Sitzung einen ersten Pflock ein. Die Kaufmannschaft sei nicht bereit, den Termin am ersten Wochenende im Mai zu akzeptieren, erklärte Karin Wolke-Höveler. Er mache einfach keinen Sinn. Eine Woche zuvor stehe die Messe „Forest Spring“ im Ferien- und Freizeitpark auf dem Programm, im April organisiere die Werbegemeinschaft zudem den Hollandmarkt nebst einem verkaufsoffenen Sonntag, im Juni folge das Burgfest – ebenfalls mit einem verkaufsoffenen Sonntag. Da sei es nicht gut, wenn am ersten Maiwochenende auch noch die Kirmes stattfinde. Das sei zuviel. Falls die Schausteller auf den Maitermin bestehen würden, werde die Werbegemeinschaft sich nicht mehr an der Kirmes in Form eines verkaufsoffenen Sonntags beteiligen, so Karin Wolke-Höveler. „Wir sind dann raus“, betonte sie.

Veranstaltung in den September verlegen?

Die Werbegemeinschaft spricht sich grundsätzlich dafür aus, künftig die Kirmes im September abzuhalten. „Das würden wir unterstützen“, erklärte Wolke-Höveler. Das habe den Vorteil, dass im ersten Halbjahr zwei verkaufsoffenen Sonntage stattfinden und im zweiten Halbjahr ebenfalls. Das sei für die Kaufleute und auch für die Mitarbeiter besser. Eine Ballung von drei verkaufsoffenen Sonntagen in Frühjahr hingegen komme nicht in Frage. Kurzum: Die Debatte geht munter weiter.