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Schulentlassung 2015 Entlassfeier für 190 Schüler der IGS Fürstenau

Von Jürgen Schwietert, Jürgen Schwietert | 20.06.2016, 19:30 Uhr

In einer gelungenen Show unter dem Motto „Just did it“ wurden 190 Schüler aus der Sekundarstufe I der Integrierten Gesamtschule (IGS) Fürstenau entlassen. 51 Prozent der Schüler mit erweitertem Sekundarabschuss I haben sich dazu entschlossen, ihre schulische Laufbahn bis zur Reifeprüfung fortzusetzen.

Musikalisch eröffnete die Bigband der IGS unter der Leitung von Volker Wohlgemuth die Feier. Die Moderation der Entlassfeier lag in den Händen von Samantha Seibel und Jascha Krone. Sie ließen „Ach sag doch nicht immer wieder Dicker zu mir“ einspielen und baten Schulleiter Jürgen Sander auf die Bühne.

Nach einem Dank für die gelungene Anmoderation ging Sander auf die Vielfalt der Talente der Entlassschüler ein. Sie seien die Ehrengäste des Tages. Sander skizzierte mögliche Schritte auf dem weiteren Weg der bald Ehemaligen. Das Ziel, dass Endspiel zu erreichen, ohne in die Verlängerung zu müssen, wurde erreicht.

Der Schulleiter ging auch auf die vermeintlich immer alles besser wissenden Wegbegleiter ein und forderte Nachsicht – Nachsicht auch für die Besserwisser bei Lehre oder Studium. Ein Besserwisser trete in der Regel mit dem Ehepartner in das Leben; ebenso wie die künftigen Kinder. „Wenn ihr Euch später über jemanden freut, der nachsichtig mit Euch ist, steht Ihr kurz vor der Altersweisheit“, so Sander.

Einen kleinen Einblick in die Arbeit des Schulzirkus Fantasia lieferten Nathalie und Dominic bei ihrer Vorstellung mit Hula-Hoop-Reifen und Akrobatik.

Fürstenaus Bürgermeister Herbert Gans forderte die Schüler auf, die kommenden Herausforderungen mutig anzugehen. „Sie schaffen das; Sie werden ihren Weg gehen. Sie haben das notwendige Rüstzeug an der IGS erhalten“, betonte er.

Nach zwei Klavierstücken, gespielt von Celine Pennigers und Lukas Pampel erinnerte Elternvertreter Thorsten Grützmacher an längst vergangene Zeiten, beginnend mit der Einschulung und dem ersten Elternabend, an dem alle zu Boden sahen, weil seinerzeit keiner Elternsprecher werden wollte. Humorvoll erklärte er die Begriffe Schule und Bildung, merkte aber auch die Bildungsferne von Millionen von Kindern an. Sein Dank galt den Eltern für die Unterstützung ihrer Kinder ebenso wie den Lehrern für ihren engagierten Einsatz. „Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn der letzte Dollar weg ist“, zitierte er zum Abschluss den amerikanischen Schriftsteller Mark Twain.

Jahrgangsleiterin Ariane Beckmann ging auf das stressreiche, kurze Schuljahr von September bis Juni ein und ließ Tutoren über besondere Erlebnisse in ihren Klassen berichten. Interessant, was dabei so alles zu Tage kam. Berichtet wurde von schicken Kindern zum Abschlussessen der Berlinreise, von verspeisten Wattwürmern mit einem mutigen Mädel und drei blassen Jungs oder von der Pflege des jüdischen Friedhofs in Fürstenau. „Die Vorbereitung der Entlassfeier hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ihr könnt Stolz sein auf eure Leistungen“, hob sie hervor. Beckmann forderte dazu auf, Rückgrat zu zeigen, und wenn es sein müsse, auch mal gegen den Strom zu schwimmen.

Nach bildlich eingespielten Erinnerungen ergriffen die Abgänger das Wort, verbunden mit Ehrungen und einem dicken Dankeschön an die Tutoren. Zum Abschluss der Rednerliste sprach Sabine Schmieter, Leiterin der Sekundarstufe I, ein Dankeschön an alle Mitwirkenden aus.