Ein Artikel der Redaktion

Schüler stehen nicht alleine da Weihbischof Johannes Wübbe besucht IGS Fürstenau

Von Jürgen Schwietert, Jürgen Schwietert | 22.06.2016, 19:16 Uhr

Im Rahmen seiner Visitation hat sich Weihbischof Johannes Wübbe bei einem Besuch der Integrierten Gesamtschule (IGS) Fürstenau über das pädagogische Angebot informiert.

Wübbe richtet bei dem Besuch in der IGS Fürstenau sein Hauptaugenmerk auf die pädagogische Arbeit sowie auf die erkennbaren Problemfelder der Schule mit ihrem Umfeld. Aber auch die religiöse Ausrichtung der Schule interessierte den Weihbischof natürlich sehr.

Zunächst stellte Schulleiter Jürgen Sander die Schule vor und verwies dabei auf die Unterscheidungsmerkmale zu anderen Schulen. Ein Schwerpunkt des Gesprächs war das schulinterne Beratungssystem, zu dem auch das Sozialpädagogenteam mit Tanja Steinkamp und Kirsten Tröster Stellung nahmen. Sie helfen den Schülern mit zahlreichen Einzelfallberatungen. Pro Jahr kommen 70 bis 80 Fälle zusammen. Das schulische Beratungsangebot sei wichtig, weil die Unterstützung aus den Elternhäusern nicht immer ausreichend sei. „Die Schüler bekommen im Laufe des Schuljahres Hilfe und Unterstützung, damit sie nicht das Gefühl haben, sie stehen allein, besonders dann, wenn Mama und Papa gerade selbst viel miteinander zu tun haben“, erklärte die Didaktische Leiterin Hildegard Jubt.

Außerdem informierte sich Wübbe eingehend zu den Themen Inklusion und Sprachförderung. Dabei stand der Umgang mit Flüchtlingskindern sowie ihre Probleme innerhalb der Schule, aber auch der Gemeinde, im Mittelpunkt. Wie berichtet werden Flüchtlingskinder an der IGS in zwei Sprachlernklassen besonders gefördert.

Vorgestellt wurde auch das Schulpastorale Projekt. Es entstand vor etwa einem halben Jahr und wird von der Schule sowie von der evangelisch-lutherischen und der katholischen Kirchengemeinde getragen. Aus dem Projekt resultierten bereits zahlreich Aktivitäten, bei dem sich die Schüler sehr engagieren. So begleiten sie einmal in der Woche im Fürstenauer Alten- und Pflegezentrum St.-Reginen-Stift die älteren Mitbürger, darunter auch demenziell Erkrankte. „Alle machen sehr gute Erfahren damit“, betonte Hildegard Jubt.

In der Fachgruppe Religion wirken Stefanie Schröer, Verena Stief und Julia Feldker, unterstützt von Gemeindereferentin Ute von der Wellen, mit. Im Sekundarbereich I werde überwiegend evangelische oder katholische Religion, kaum Werte und Normen angewählt. Erst im Bereich der Sekundarstufe II steige der Anteil Werte und Normen auf etwa 40 Prozent, erfuhr der Weihbischof, dass das Fach Werte und Normen an Akzeptanz gewonnen habe. Deutlich wurde aber auch der notwendige Unterricht im Fach Islam. Dabei gebe es Vorbehalten bei vielen Eltern, die der Überzeugung sind, Islam könne nur durch einen Imam unterrichtet werden.