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Offene Fragen bleiben Entwarnung in Fürstenau: Hohes Tor standsicher

26.09.2011, 10:46 Uhr

Die Fachleute haben ihr Urteil über das Hohe Tor in Fürstenau abgegeben. „In Verbindung mit den eingebauten Zugstangen ist die Standsicherheit des gesamten Gebäudes wieder gewährleistet“, heißt es in einer Mitteilung des Ingenieurbüros Dr. Ehlern-Unland an die Samtgemeinde Fürstenau. Nach den zusätzlichen Bodenuntersuchungen der Ingenieurgesellschaft Dr. Schleicher&Partner) sei die Gründung des Hohen Tores ausreichend standsicher.

Über das Ergebnis werden sich vermutlich die Geschäftsleute der Innenstadt freuen. Es beinhaltet nämlich auch, dass es keine Bedenken mehr gegen eine Freigabe für den Verkehr durch das Hohe Tor gibt. Mit einer Einschränkung: „Ich bitte aber zu beachten, dass die Durchfahrtshöhe durch das Tor beschränkt werden muss. Es ist sicherzustellen, dass keine Fahrzeuge gegen die Zugstangen prallen“, heißt es im Schreiben des Ingenieurbüros Dr. Ehlers-Unland weiter.

Um eventuelle Verschlechterungen der Bausubstanz frühzeitig erkennen zu können, empfehlen die Fachleute, die inzwischen auf der Innenseite des Turmes angebrachten Gipsmarken künftig einmal im Monat zu kontrollieren. Darüber hinaus solle die Kommune einmal im Jahr dafür sorgen, dass gemessen werde, ob sich das Hohe Tor weiter neige. Die Messungen vor einigen Tagen hatten ergeben, dass das Gebäude nicht mehr ganz gerade steht .

Wie Samtgemeindebürgermeister Peter Selter erklärte, hat die Kommune in der Frage der künftigen Verkehrsregelung zwei Optionen. Zum einen könnte das Hohe Tor tatsächlich wieder für den Durchgangsverkehr freigegeben werden. Dies mache aber wegen der Zugstangen neue Beschilderungen notwendig. Ob damit die Gefahr gebannt werden könne, dass Lkw versuchten, dort trotzdem durchzufahren, müsse geklärt werden. Zum anderen könne der Autoverkehr künftig auch grundsätzlich um das Hohe Tor über den Parkplatz geleitet werden. Darüber müsse der Stadtrat jetzt beraten.