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Für alle Altersklassen Neuer Praxisverbund Logopädie und Frühförderung in Fürstenau

Von Peter Selter | 27.06.2019, 18:01 Uhr

Das noch junge Kinderzentrum der Heilpädagogischen Hilfe Bersenbrück am Gültum in Fürstenau wird jetzt durch einen Praxisverbund Logopädie und Frühförderung ergänzt. Die neuen Räumlichkeiten nahmen jetzt Vertreter der Stadt Fürstenau und der Werbegemeinschaft in Augenschein.

"Die Arbeit hier läuft gut an, das liegt auch daran, dass die Stadt uns vom ersten Tag an willkommen geheißen hat" betont Gabriele Markus, die Bereichsleiterin für vorschulische Förderung und ambulante Diagnostik/Therapien der Heilpädagogischen Hilfe.

Räumlich in das Kinderzentrum integriert arbeitet der neue Praxisverbund jetzt in zwei Räumen, die direkt an die Kindertagesstätte mit fünf Gruppen angrenzen. Bisher seien sie an der Straße Buten Porten in Fürstenau tätig gewesen, sagte Barbara Sievers, die Leiterin der Frühförderung, bei der die Kinder individuell und ganzheitlich an der Familie und ihrer Lebenswelt orientiert gefördert würden. Sie selber und ihre Kollegin Angela Zenner seien regelmäßig vor Ort, um die derzeit gut 30 Kinder zu begleiten. Zudem solle in nächster Zeit der Bereich Psychomotorik, bei dem es - kurz gesagt - um das Zusammenwirken zwischen dem Denken und der Bewegung geht, aufgebaut werden, so Barbara Sievers. Ab September würde für Eltern auch eine Sprechstunde angeboten. Dann könnten auch konkrete Beratungstermine vereinbart werden. Optimal ergänzt würde die Frühförderung auch durch die Angebote des therapeutischen Reitens in direkt benachbarten Schulreitsportzentrum, betonte Angela Zenner.

Logopädie auch für Jugendliche und Erwachsene

Ergänzend zur Frühförderung gehört auch der Bereich der Logopädie zu den Angeboten des neuen Praxisverbundes. Kristin Meyer leitet diesen Bereich, bei dem es um Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen bei großen und kleinen Menschen gehe, so die Logopädie-Expertin. Unterstützt wird sie dabei von Julia Große-Starmann, die vornehmlich vor Ort in Fürstenau tätig sein wird.

"Auf welchem Stand ist mein Kind?" würden Eltern die Fachkräfte für Sprachberatung und Sprachförderung häufig fragen, berichtet Kristin Meyer. Die Angebote in Fürstenau würden sich jedoch nicht nur an Kinder, sondern auch an Jugendliche und Erwachsene richten. Dabei würden sich auch die Themen Wortfindungsstörungen und Schlaganfalltherapien wiederfinden. Die Räume in Fürstenau würden jetzt auch so einrichten, dass ein Raum eher kindgerecht und der andere Raum besonders für die Begleitung von Erwachsenen geeignet sei.

Die gesamten Angebote unter einem Dach zu finden, sei eine große Bereicherung für die Stadt Fürstenau, betonte Bürgermeisterin Manuela Nestroy. Der Bildungs-Campus im Bereich des Gültums werde immer weiter abgerundet, so Stadtdirektor Benno Trütken. Willkommen hieß die Mitarbeiter des Praxisverbundes auch Johannes Fritze von der Werbegemeinschaft Fürstenau. Am kommenden Samstag, 29. Juni findet in der Zeit von 11 bis 16 Uhr ein Tag der offenen Tür im Kinderzentrum statt.

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