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Monatsrückblick Wahl, Vandalismus, Public Viewing – der Juni im Altkreis Bersenbrück

Von Jürgen Ackmann | 01.07.2014, 16:05 Uhr

Seltene Gäste in Merzen, Vandalen in Nortrup, Public Viewing in Ankum, eine Menschenkette in Fürstenau: Auch im Juni war im Altkreis Bersenbrück wieder viel los. Besonders spannend: Die Stichwahl für das Amt des Samtgemeindebürgermeisters im Artland.

Samtgemeinde Artland

Nach einem Vatertagsausflug erlebten Anwohner der Nortruper Gartenstraße eine böse Überraschung . Am dortigen Regenrückhaltebecken hatten Unbekannte ihrer Verwüstungslust freien Lauf gelassen und unter anderem Gartenmöbel und Spielzeug ins Wasser geworfen.

Damit der Business- und Innovationspark Quakenbrück (BIQ) wie geplant verwirklicht werden kann, will die Samtgemeinde Artland der Betreibergesellschaft BIQ GmbH eine Ausfallbürgschaft über 2,8 Millionen Euro gewähren. Das beschloss der Rat einstimmig und ohne weitere Diskussion.

Das Rennen um das Bürgermeisteramt in der Samtgemeinde Artland entscheidet sich in einer Stichwahl : Claus Peter Poppe (SPD) ist ab 1. November neuer Chef im Quakenbrücker Rathaus. Im Schlussspurt setzte sich der 66-Jährige mit 382 Stimmen Vorsprung gegen Frank Wuller (CDU) durch. Für die Christdemokraten endet dieser Sonntag mit einer herben Enttäuschung, für die Sozialdemokraten kennt der Jubel keine Grenzen.

Samtgemeinde Bersenbrück

Bei der Neugestaltung des See- und Sporthotels in Ankum hat Georg Dobelmann schon sichtbar Pflöcke eingeschlagen, wie an der Terrasse zu sehen ist.. Jetzt soll der große Wurf kommen: Ein Großteil des Hotels wird nun doch abgerissen und neu gebaut.

Gehrde scheint ein Dorf der Superlative zu sein: Beim Richtfest der neuen Turnhalle gab es nicht nur einen Richtkranz, sondern vier. Nachbarn, Sportvereine und die Elternschaft der Grundschulkinder, die die Halle nutzen werden, hatten die Kränze gebunden. Das zeige, wie wichtig die Turnhalle für den Ort sei, sagte Bürgermeister Günther Voskamp.

Die „Remise“ beim Ankumer Kartoffelhaus ist auch bei der Fußball-WM 2014 wieder gern aufgesuchtes Ziel vieler Fußballfreunde. Seit dem Sommermärchen 2006, wie die WM in Deutschland vor acht Jahren genannt wird, funktioniert Kartoffelhauschef Axel Hüttmann seine Außengastronomie bei Fußballwelt- und Europameisterschaften zum beliebten Treffpunkt für „Public Viewing“-Fans um. Auch sonst geht es in vielen Orten rund.

Samtgemeinde Fürstenau

„Kirche mit allen Sinnen erleben“ lautete das Thema des ökumenischen Wortgottesdienstes, mit dem die beiden Kirchengemeinden St. Georg und St. Katharina ihr gemeinsames Sommerfest am Pfingstmontag begannen. Pfarrer Hubert Schütte begrüßte die Festgemeinde in der voll besetzten Schlosskirche. Anschließend gab es eine Menschenkette von Kirche zu Kirche - ein wunderbares Ereignis.

Es geht voran: Das Haifischzentrum auf dem Kuhlhoff in Bippen nimmt Gestalt an. Derzeit errichten Handwerker den Ausstellungsraum. Auch die Arbeiten für die Siebstationen sollen in Kürze beginnen. Bürgermeister Helmut Tolsdorf rechnet damit, dass im Oktober alles fertig sein wird.

Gerüchte mit vielen Fragezeichen gab es viele. Gibt das Geschäft „Servicepartner Hettwer TV-HiFi-Video“ sein Geschäft an Hauptstraße in Berge ganz auf? Sucht sich Heiner Hettwer einen neuen Job? Wird Sohn Christian irgendwo anders ein eigenes Geschäft aufmachen? Die Antwort: Der Reparatur- und Servicebetrieb bleibt, der Verkaufsladen schließt.

Samtgemeinde Neuenkirchen

Im Juli will die Samtgemeinde Neuenkirchen mit der Sanierung der Oberschule beginnen. 200000 Euro kostet die Instandsetzung von sechs Klassenräumen im Altbau. Der Zeitplan ist eng, am Ende der Sommerferien soll alles fix und fertig sein, heißt es.

Die Gemeinde Voltlage wird „zu gegebener Zeit“ Geld aus der von der Samtgemeinde Neuenkirchen aufgelegten Strukturförderung beantragen. Das hat Bürgermeister Bernhard Egbert klargestellt. Er wies damit eine Forderung von Grünen-Ratsfrau Petra Nieporte zurück. Sie hatte sich dafür ausgesprochen, noch in diesem Jahr eine Summe abzurufen.

Dem Großen Brachvoge l scheint es in Merzen zu gefallen. Ein Pärchen des größten Watvogels hat hier im Mai sein Nest gebaut und drei Küken ausgebrütet – gleich neben dem 23 Hektar großen Gebiet „Fahlen Knüven“, in dem ein Windpark geplant ist. Grünen-Ratsherr Josef Klausing entdeckte den bedrohten Vogel während eines Streifzuges und fotografierte ihn, wie er über Wiesen und Äcker stolzierte.