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Mietwohungen entstehen Ehemalige Berger Gaststätte Achtermeyer wird abgerissen

Von Christoph Schillingmann | 03.06.2016, 19:04 Uhr

Die ehemalige Berger Gaststätte Achtermeyer wird abgerissen. Seit Freitagmorgen brechen zwei Bagger das Gebäude an der Hauptstraße ab. Damit entsteht an der Stelle Platz für ein neues Projekt.

Wer demnächst aus Dalvers kommend in den Ort Berge fährt, muss sich an einen anderen Anblick gewöhnen. Denn an der Stelle, an der bisher die ehemalige Gaststätte Achtermeyer stand, hat sich etwas im Dorfbild verändert. Seit Freitagmorgen um 8 Uhr reißen Bagger das Gebäude, das auch als Wohnhaus diente, ab. Stück für Stück fressen sich die Schaufeln durch die Hauswände. „Vorhin hat es eine riesige Staubwolke gegeben, sodass das ganze Haus für eine kurze Zeit nicht mehr zu sehen war“, sagt Thorsten Fasthoff. Für den Abriss plant der Eigentümer drei Tage ein. „Freitag, Samstag und Montag wollen wir das Gebäude abreißen. Am Montag soll alles ebenerdig sein. Vielleicht brauchen wir aber auch noch den Dienstag.“

Gebäude war baufällig

Warum wird „Achtermeyer“ abgerissen? Die ehemalige Gaststätte ist nach Angaben von Thorsten Fasthoff baufällig. „Der Putz fiel von den Wänden, Blumen wuchsen von außen in das Gebäude hinein und das Obergeschoss konnte man nicht mehr betreten.“ Zudem waren die Unterhaltungskosten für das 1851 erbaute und damit 165 Jahre alte Gebäude zu hoch. „Wir mussten jedes Jahr etwa 300 Liter Öl investieren, damit die Leitungen nicht kaputtfrieren. Es ist nicht isoliert“, erklärt Vater Willi Fasthoff.

Mietwohnungen entstehen

Wenn die Abrissarbeiten beendet sind, möchte Thorsten Fasthoff mit dem Bau eines Drei-Familien-Hauses beginnen, was er gemeinsam mit seiner Verlobten Andrea Bergsma geplant hat und realisieren wird. „Es wird ein Mietshaus. Der Neubau soll etwas zurückgesetzt von der Hauptstraße stehen, damit es etwas ruhiger ist.“ Es werde zudem nach den neuesten Energiestandards (KfW-55) gebaut. Entstehen werden laut Thorsten Fasthoff drei Wohnungen, wovon zwei 82 Quadratmeter groß (Erdgeschoss und 1. Obergeschoss) und eine 57 Quadratmeter groß (1. Obergeschoss) sind. Zudem gebe es zwei Garagenstell- und drei Parkplätze draußen. „Es wird dann ein ganz anderes Bild abgeben als jetzt, einfach zeitgemäßer“, sagt Thorsten Fasthoff. Fertig werden möchte er gerne bis zum Ende des Jahres – am liebsten zu Weihnachten. „So haben wir das in etwa angedacht. Aber ein Zeitplan kann sich immer verschieben.“

Gebäude 2007 gekauft

Im Jahr 2007 hatte die Familie Fasthoff aus Berge das Gebäude an der Hauptstraße von Familie Achtermeyer gekauft. Das war vor mittlerweile neun Jahren. „Seitdem steht das Haus leer“, sagt Willi Fasthoff. Der gelernte Elektroinstallateur hatte sich 2003 mit seiner Firma „Willi Fasthoff – Technischer Service“ selbstständig gemacht. Mit dem Kauf von Achtermeyer vergrößerte Willi Fasthoff seine Lagerkapazitäten. 2012 baute er hinter dem Achtermeyer-Gebäude zudem eine 240 Quadratmeter große Halle. (Weiterlesen: Der komplette Service für den Landwirt kommt aus einer Hand)