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Neue Mitarbeiter gesucht Jagdwelt 24 aus Fürstenau weiter auf Expansionskurs

Von Jürgen Ackmann | 10.06.2019, 11:34 Uhr

Lore Kolosser war die erste Frau im Altkreis Bersenbrück mit einem Jagdschein. Gemacht hat sie ihn in den 50er Jahren. Die Familienpassion hat sich auch auf den Enkel übertragen – auf Stefan Kolosser. Er ist ebenfalls leidenschaftlicher Jäger und betreibt mit Frank Nibberich in Fürstenau die Firma Jagdwelt 24, ein Unternehmen das stetig wächst.

Jagdwelt 24 ist kein gewöhnliches Unternehmen. Das lässt sich allein an den inzwischen 20 Mitarbeitern am Standort in Fürstenau festmachen. Fast alle von ihnen sind tatsächlich leidenschaftliche Jäger. Sie wissen also aus eigener Erfahrung, worauf es bei der Ansitzjagd, der Krähen- oder Bockjagd ankommt. Sie wissen zudem, welche Ausrüstung notwendig ist und welche Kleidung. Und das wiederum schätzen die Kunden, wie Stefan Kolosser und Frank Nibberich betonen. Sie würden merken, dass sie von Mitarbeitern beraten würden, die nicht einfach nur Ware verkauften. Darin liege auch der Erfolg von Jagdwelt 24 begründet. Und der wiederum motiviere die Mitarbeiter. Eine Stempeluhr sei da nicht nötig. Jeder engagiere sich von sich heraus für das Unternehmen.

Von der Stammtischrunde zum Unternehmen

Angefangen hat alles 2011 mit einer Stammtischrunde. Da fachsimpelten die beiden Geschäftsführer mit anderen Jägern über die Vor- und Nachteile von Ausrüstungen für die Jagd und fabulierten über neue Produkte. dabei blieb es nicht. Es folgte die Gründung von Jagdwelt 24 als Online-Handel. Das Sortiment wuchs schnell, die Kunden waren zufrieden. Das Unternehmen machte sich einen Namen – nicht nur in Deutschland, auch in anderen Ländern Europas und selbst in Asien.

2015 folgte dann ein zunächst ungewöhnlich wirkender Schritt. Frank Nibberich und Stefan Kolosser bauten in Fürstenau eine große Halle und begannen mit dem stationären Handel. Seither bieten die beiden dort alles an, was das Jägerherz begehrt. Dabei haben die Geschäftsführer auch die Frauen im Blick. War Lore Kolosser seinerzeit als Jägerin noch eine Ausnahmeerscheinung, so ist der Anteil inzwischen erheblich gestiegen. Deshalb bieten Stefan Kolosser und Frank Nibberich eben auch Jagdmode für Frauen an.

Jagd endet oft in der Küche

Auch sonst wissen die beiden, worauf es ankommt. Da eine Jagd in aller Regel irgendwann in der Küche endet, gibt es in den Räumen von Jagdwelt 24 natürlich auch eine Showküche. Und weiter: Auch eine stilechte Jagdhütte, eine Büchsenmacherei und ein Schießsimulator fehlen nicht. Dort können Jäger den Waffenschuss detailgenau nachempfinden. Ihre Leistungen können die Trainierenden abschließend mittels des Simulators analysieren und so ihre Schusstechniken verbessern.

Das wird auch in der Raumschießanlage im Schießzentrum "Unna-Hamm" in Bergkamen möglich sein, die die Jagdwelt 24 dort am 21. Juni und 22. Juni nebst einer Filiale für Jagdausrüstung- und Bekleidung sowie einer eigenen Büchsenmacherei offiziell in Betrieb nehmen wird und wo Jäger und Sportschützen scharf schießen können. Nach der Übernahme der Mindener Firma Farm-Land vor zwei Jahren ist das für das Unternehmen, das inzwischen zu den großen Jagdausstattern in Deutschland gehört, ein weiterer großer Expansionsschritt.

17.000 Artikel im Sortiment

Grundsätzlich ist das Ziel von Frank Nibberich und Stefan Kolosser das Einkaufen zu einem Erlebnis zu machen. Dazu gehört neben den Angeboten wie der Showküche auch ein Sortiment, das tatsächlich alle Bereiche der Jagd abdeckt – von der Nachtsichttechnik über Hochsitze bis hin zur Mode für den "Grünen Abend". Insgesamt hat Jagdwelt 24 rund 17000 verschiedene Artikel in allen Preisklassen und Ausführungen auf Lager. Auch für junge Jäger, die ihre Ausrüstung noch auf- und ausbauen müssten, gebe es viele Angebote, betonten Stefan Kolosser und Frank Nibberich.

Die beiden Geschäftsführer sind bisweilen selbst ein wenig überrascht über die rasante Entwicklung ihres Unternehmens – derzeit suchen die beiden gleich vier neue Mitarbeiter – freuen sich aber zugleich, dass ihre Geschäftsidee, die an einem Jägerstammtisch ihren Anfang nahm, so gut angekommen ist. Sachverstand und damit Qualität zahlen sich eben aus.