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„Der alte Hof und das Meer“ Auf Zeitreise im Bippener Haifischzentrum

Von Jürgen Schwietert | 25.05.2015, 19:21 Uhr

Eine gelungene Aktion war die Präsentation des neuen Haifischzentrums Haitec in Bippen auf dem Kuhlhoff. Mehrere Hundert Gäste besuchten den alten Hof im ehemaligen Meer und erfreuten sich an einem bunten Programm für die ganze Familie. „Der Alte Hof und das Meer“ lautete das Motto des Tages, welches Besucher aus nah und fern in das Maiburgdorf lockte. Die Veranstalter waren beeindruckt von der großen Zahl der Besucher.

Mittelpunkt waren selbstverständlich das europaweit einmalige Haifischzentrum mit seinen interaktiven Angeboten und der Siebstation. Dort wurde ständig nach Zähnen gesucht. Der autodidaktische Paläontologe Horst Felker hatte in der Siebstation alle Hände voll zu tun. Er erklärte die geologische Entwicklung der Region ebenso wie das richtige Sieben. Dabei lernten Eltern und Kinder nicht nur; sie hatten auch viel Spaß bei der Sache. Bei den Führungen im Haitec erlebten die Besucher eine Zeitreise über 44 Millionen Jahre in die Vergangenheit und lernten dabei, wie es in der Region im Erdzeitalter Eozän hier aussah.

Ein umfangreiches Programm begeisterte die Gäste. Der bunte Veranstaltungsreigen begann mit einem gut besuchten Gottesdienst. Auf der großen Bühnen neben dem Hofgebäude wechselten sodann die Darbietungen im halbstündigen Rhythmus. Eröffnet wurde der Reigen der Auftritte durch die Bigband der IGS Fürstenau.

Heimatliche Traditionen aus dem Bereich des Tanzes zeigten die Volkstanzgruppe Schale und der Artländer Trachtenbund. Wie Marion Meyer zu Drehle, Vorsitzende des Artländer Trachtenbundes, informierte, wurde 1905 in der Badberger Tanzschule ein altes Tanzbuch mit zum Teil mehr als 200 Jahre alten Tänzen gefunden. Der Artländer Trachtenbund hat diese Tänze einstudiert und bewahrt sie damit vor dem Vergessen. Bei den Auftritten in Bippen wurden jetzt mehrere dieser Tänze, darunter der Artländer Veerkantige, der Artländer Kanter und die Tampete, aufgeführt.

Jonglage, Seiltanz und weitere Kunststücke zeigte der Zirkus Fantasia der IGS Fürstenau. Mehrere Kinderballettgruppen des Bippener Sportclubs, geleitet von Irina Schorn, zeigten anmutige Tänze.

Die Tanzgruppe Let´s dance sowie die Schockländer Volkstanzgruppe und auch die Zumba-Sportgruppe des Bippener Sportclubs sorgten für ein abwechslungsreiches Programm auf der Bühne.

Auf dem weiträumigen Gelände tobten die Kinder nach Herzenslust herum, versuchten sich im Kistenstapeln, melkten beim Landvolk eine Kuh, suchten Haifischzähne im Sandkasten und hatten ihren Spaß bei den Wasserspielen der Jugendfeuerwehr. Informationsstände rundeten den informativen Teil des interessanten Programmes ab.

Rettungshubschrauber

Der Hegering Bippen zeigte eine Vielfalt von Präparaten und informierte über seine Arbeit. Welche Kräuter es gibt und was man mit ihnen so alles anfangen kann, erklärte die Kräuterhexe. Ein vielfältiges Ausstellungsprogramm rundet die Veranstaltung ab. Weiterhin waren die Hasetal Touristik, der Tourismusverband Osnabrück und der Wasserverband Bersenbrück sowie die Gemeinde Bippen und die Samtgemeinde Fürstenau mit Informationsständen vertreten.

Mitten am Nachmittag landete zudem ein ADAC-Rettungshubschrauber auf der Wiese. Diese Attraktion war aber nicht eingeplant, denn eine schwangere Frau musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Ein breites kulinarisches Angebot in der Kombüse rundet Hai & Kultur ab. Ob Hähnchen oder Bratwurst, Pizza aus dem Steinbackofen oder Kaffee und Kuchen vom Förderverein Freibad, dem Kindergarten oder der Schule, Erbsensuppe von der Feuerwehr oder Backfisch vom Angelsportverein. Für jedermanns Geschmack gab es etwas.

Mit der Verlosung endete ein gelungener Tag. Die Hauptpreise gingen an Greta Torline (Kreuzfahrt nach Oslo) und Christa Schwarze (Draisinenfahrt für zehn Personen), beide aus Bippen sowie an Richard Holtkamp (Einkaufsgutschein über 100 Euro) aus Fürstenau.

Die Veranstaltung klang dann nach dem Einlaufen im Hafen mit einer Nacharbeitsparty bei erfrischenden Getränken aus.

Johannes Nyenhuis und Dietmar Plagge stellten das Maskottchen des Haifischzentrums vor. „Wir suchen aber noch einen Namen. An die Kinder in der Grundschule und im Kindergarten wurden Karten verteilt, um einen Namen zu ermitteln“, informierte Plagge. In zwei Wochen soll dann die Namensgebung erfolgen.