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Aura sorgt für Diskussionen Neues Kunstwerk auf der Fürstenauer Schlossinsel

Von Jürgen Schwietert, Jürgen Schwietert | 14.06.2016, 18:16 Uhr

Aura, die hölzerne Dame auf der Insel im nördlichen Schlossteich, sorgt für Diskussionen. Die von Künstler Hubertus Wallenhorst alias „August“ aus einem Eichenstamm gearbeitete Figur ist jetzt in einer Feierstunde der Öffentlichkeit vorgestellt worden.

Die Sprecherin des zuständigen Arbeitskreises des Vereins Fürstenau aktiv, Birgit Ahaus, hieß auf dem Weg zwischen den Schlossteichen, dort wo der Hinweispfahl zur Aura aufgestellt ist, Mitwirkende und Gäste, besonders den Künstler Hubertus Wallenhorst, willkommen. „Wir sind immer für die Kunstspur zu haben. Wir haben sie erweitert und verlängert“, sagte Birgit Ahaus und freute sich: „Heute ist wieder so ein Tag: In Zusammenarbeit mit dem Kunstverein haben wir eine weitere Dauerleihgabe bekommen.“

Die Bürger aus Fürstenau würden immer wieder an Kunstwerken stehen bleiben und diskutieren. „Und das ist gewollt“, so Ahaus. „Jeder, der die Statue ansieht, soll sich seine eigene Meinung bilden“, regte sie zur persönlichen Auseinandersetzung mit dem umstrittenen Kunstwerk an.

„Wir können hier am besten die Symbiose zwischen Stadt und Samtgemeinde, zwischen dem Kunstverein und Fürstenau aktiv erkennen“, betonte Bürgermeister Herbert Gans. „Selten hat ein Kunstwerk für so viel Diskussionen gesorgt wie dieses hier.“ Der gefundene Standort sei ideal für die fast vier Meter hohe Figur, stellte er fest. Beim Transport der sperrigen Dame hatten die Mitarbeiter des Fürstenauer Bauhofs kräftig mit angepackt. Wer keine Ahnung von Kunst habe, solle einfach mal den Schnabel halten, riet Gans und unterstrich: „Wir haben hier eine echte Bereicherung der Kunstspur.“

Hubertus Wallenhorst sprach dem Kunstverein, der Politik und den Mitarbeitern des Bauhofs seinen Dank aus. Wichtig sei, dass über Kunst und Kunstwerke gesprochen werde, betonte er. Der Vorsitzende des Kunstvereins, Gerd H. Reitzig, zitierte Johann Wolfgang von Goethe. Ein Kunstwerk müsse demnach den Betrachter zum Nachdenken anregen. Stadtdirektor Benno Trütken zeigte sich erfreut über die Vielfalt der bisher zur Aura geäußerten Assoziationen.