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Appell an Vereine und Verbände Den Kuhlhoff in Bippen noch mehr nutzen

Von Jürgen Schwietert | 17.06.2018, 16:21 Uhr

Das Projekt Kuhlhoff gibt es seit 30 Jahren. Nun fand eine Infoveranstaltung für Bippener Vereine und Verbände statt. Das Anliegen von Kuhlhoff-Geschäftsführer Alfons Julius Bruns, dem Vorsitzenden des Bildungszentrums, Johannes Nyenhuis sowie Bürgermeister Helmut Tolsdorf: Sie wollten die Bippener darauf aufmerksam machen, das sie das Kuhlhoff-Gelände mehr nutzen. Zdem gab es Tipps für das Einwerben von Fördergeld.

Zum Auftakt der Veranstaltung ging Johannes Nyenhuis auf die 600 Jahre alte Geschichte des Gebäudes ein, das zu den fünf Bippener Urhöfen gehört. Zum ersten Mal wurde der Kuhlhoff in einem Register im Jahr 1490 als Hof Nr. 4 genannt. Weitere nachgewiesene Daten sind 1789 sowie 1821 bis 1827 im Rahmen der Markenteilung (Schaffung weiterer Hofstellen). Im Jahr 1846 schließlich wurde der Hof in seiner jetzigen Form errichtet. Im Rahmen der Dorferneuerung erwarb 1988 die NLG (Niedersächsische Landgesellschaft) den Hof und übergab ihn an die Gemeinde Bippen. Die Hofstelle hat eine Größe von 1,88 Hektar.

Die Idee für ein Bildungszentrum hatten seinerzeit Werner Hollermann und Michael Gels, die zusammen mit ihrem Arbeitskreis den Vorläufer der jetzigen gGmbH ins Leben riefen. Sie gründeten den Kuhlhoff-Verein 1993. Es entstand ein Bildungsbetrieb mit den Schwerpunkten Landwirtschaft, Frostwirtschaft und Wasser. Mit den Themen Energie, Klimaschutz, Kulturgeschichte sowie einer Ferienbetreuung, kamen weitere Betätigungsfelder hinzu. Auch die Jugendpflege entwickelte sich zu einem Standbein.

5000 Besuchertage

Und auch auf dem Gelände hat sich im Laufe der Jahre einiges getan. Blockhütten für Übernachtungen sind hinzugekommen, das Haitec-Zentrum eine Lagerfeuerstätte, Backofen, Biotop, Spielpark und vieles mehr. Am 1. Januar 2012 erfolgte die Gründung der Gesellschaft mit Gesellschafterversammlung und Geschäftsführer als Organe.

Alfons Julius Bruns wiederum ging auf die aktuelle Situation ein. So verzeichnete der Kuhlhoff im vergangenen Jahr 5000 Besuchertage – ein zufriedenstellendes Ergebnis. Weiterhin wies Alfons Julius Bruns auf die enge Zusammenarbeit mit dem Frostamt Ankum, dem Hegering Bippen, dem Wasserbeschaffungsverband und der Kreisjägerschaft hin. Zusammen mit Vereinen und Verbänden fänden zudem Jugendfreizeiten und Kinderferienspaßaktionen statt. „Wir sind ein Haus, das möglichst viele unterschiedliche Gruppen ansprechen möchte“, betonte Alfons Julius Bruns.

Fünf feste Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigt derzeit fünf feste Mitarbeiter, drei Absolventen eines freiwilligen ökologischen Jahres sowie vier Honorarkräfte. Sozialstunden können ebenfalls im Kuhlhoff abgeleistet werden.

Michael Bürgel vom Amt für regionale Entwicklung sprach über das Feld der Fördermöglichkeiten für Vereine und Privatpersonen. Auch wies er auf die einzuhaltenden Spielregeln (frühzeitige Abstimmung, Antragsfrist 15. September, kein vorzeitiger Beginn) hin. Die Förderhöhe könne bis zu maximal 73 Prozent betragen.

Im Schlusswort betonte Helmut Tolsdorf, das Kuhlhoff-Projekt sei ein echter Zugewinn für die Gemeinde, aber auch für die ganze Region. Das Gelände könne aber noch besser genutzt werden. Er bat die Vereine darum, das noch weiter in die Öffentlichkeit zu tragen und die Möglichkeiten des Kuhlhoffs zu nutzen.