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40 Jahre für das Gemeinwohl aktiv Bundesverdienstkreuz für Bippener Werner Hollermann

Von Jürgen Schwietert | 15.01.2016, 21:00 Uhr

Ein Mann, der sich das Bundesverdienstkreuz am Bande mehr als verdient hat, ist der Bippener Werner Hollermann. Für sein über 40-jähriges Wirken zum Wohle der Allgemeinheit auf den verschiedensten Gebieten wurde er in einer Feierstunde von Landrat Michael Lübbersmann ausgezeichnet. Erst Hollermanns Visionen hatten den weit über Bippens Grenzen hinaus bekannten Kuhlhoff zu dem gemacht, was er jetzt ist. Der Bippener Gemeinderat hatte Hollermann einstimmig für diese Ehrung vorgeschlagen.

Zum Festakt hieß Bürgermeisterei Helmut Tolsdorf im Maiburger Hof zahlreiche Gäste aus dem öffentlichen Leben sowie aus den Organisationen, in denen Hollermann wirkte, willkommen. Tolstorf skizzierte den Lebensweg des Jubilars und seine über Bippen hinausreichenden Aktivitäten.

So hätten ihm die Stadt Fürstenau sowie Schloss und Stadtpark immer am Herzen gelegen, auch dokumentiert durch seine Mitgliedschaft im Vorstand der Werbegemeinschaft Fürstenau. Hollermann habe auch zu den Gründern des Modellflugvereins in Wierup gehört. Es sei ihm gelungen, fünf Deutsche Meisterschaften in den dortigen Hasewiesen auszurichten. „Orden sind ein kleines Dankeschön der Gesellschaft an ihre wichtigsten und engagiertesten Mitglieder, die etwas für das Gemeinwohl getan haben“, betonte der Bürgermeister, auf das bescheidene Wesen Hollermanns und sein Lebensmotto verweisend: „Tue Gutes, sprich nicht darüber und mach weiter.“

Hollermanns Engagement habe mit seiner Tätigkeit als Schulsprecher in der damaligen Mittelschule in Fürstenau begonnen. Er habe sich bei archäologischen Arbeiten engagiert und den entsprechenden Verein als Vorsitzender geführt, habe maßgeblich an Planung und Durchführung sowie Dokumentation „900 Jahre Bippen“ mitgewirkt, habe 1985 den Vorsitz im Heimatverein übernommen, dafür gesorgt, dass der Kuhlhoff von der Gemeinde erworben wurde, er habe sich für die Partnerschaft mit Paistu (Viljandi Estland) engagiert und auch für das jüngste Großprojekt, das Bippener Haifischzentrum Haitec. „Wir hoffen, dass du noch viele Jahre in den unterschiedlichsten Gremien mitwirkst. Herzlichen Dank für das, was du geleistet hast“, so Tolsdorf.

Wie Landrat Michael Lübbersmann betonte, engagiere sich Werner Hollermann seit 40 Jahren für Kultur, Natur und Umwelt. So sei der Umbau der Hütte auf dem Modellflugplatz in ein Clubhaus mit Tower maßgeblich von ihm realisiert worden. Bei den archäologischen Grabungen in Fürstenau habe er mit dafür gesorgt, das kulturhistorisch wertvolle Artefakte geborgen und erhalten worden seien. Hollermann habe sich für die Erhaltung der Nordostbastion eingesetzt, an der Restaurierung federführend mitgewirkt und hierzu publiziert. Das Bippener Heimathaus sei unter seiner Regie entstanden. Auch an der jüngsten Dorferneuerung sei er beteiligt gewesen. Die Frühwanderung am 1. Mai in der Maiburg, eine Veranstaltung des Kreisheimatbundes, werde von Hollermann geführt. Sein wichtigstes Thema sei aber das Kuhlhoffprojekt gewesen. Die Visionen, die Hollermann seinerzeit gehabt habe, seien Wirklichkeit geworden.

Unter stehenden Ovationen heftete der Landrat Hollermann das Bundesverdienstkreuz an das Revers.

Für das Engagement in Sachen Kuhlhoff dankte der Vorsitzende des Bildungszentrums Kuhlhoff, Johannes Nyenhuis. Detailliert ging Nyenhuis auf das Projekt ein, mittlerweile ein Imageträger, von den Anfängen bis zu Haitec. Sodann verlas er eine Gratulationsmail von Ene Sar, Bürgermeisterei von Viljandi (Paistu).

Für den Heimatverein gratulierte Curt Freye, für die Bippener Vereine der Präsident der Schützen, Jochen Kamper. „Der Werner ist ein Macher. Es reicht nicht, Ideen zu haben. Man muss sie auch umsetzen“, betonte Freye, der auf die Dampfmaschinenhalle ebenso einging wie auf das Technikmuseum.

Die Glückwünsche des Kreisheimatbundes Bersenbrück überbrachte dessen Vorsitzender Franz Buitmann; die des Wiehengebirgsverbandes Präsident Ulrich Gövert.

In seiner abschließenden Rede dankte Werner Hollermann all jenen, die bereit gewesen waren, ihm zu helfen, besonders aber seiner Ehefrau Christa, den Töchtern und Schwiegersöhnen. An seine Enkel gerichtet, betonte er: „Ich bin immer für euch da.“