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14 Programmpunkte Büttentanten der KFD Fürstenau im Karnevalseinsatz

Von Sigfried Wistuba, Siegfried Wistuba | 19.02.2017, 16:31 Uhr

Die „Büttentanten“ der KFD Fürstenau haben sich viele Wochen auf ihre Karnevalsauftritte vorbereitet. Nun war es soweit. Im ausverkauften Canisius-Haus führte Martina Hölscher an zwei Tagen mit humorvollen Einlagen gekonnt durch das Programm.

Insgesamt 14 Auftritte gingen über die Bühne. Sketche, Büttenreden, musikalische Darbietungen – alles war dabei und ganz nach dem Geschmack der Gäste, die nicht mit Applaus sparten. Neben den bewährten Kräften standen zudem neue Talente auf der Bühne.

Gleich zum Programmstart stieg Fürstenaus Bürgermeister Herbert Gans in die Bütt und stellte fest: „Als Bürgermeister hab ich es schwer.“ Diese Wehmut dauerte aber nicht lange, denn er nahm schnell eine Vielzahl von Geschichten und Beobachtungen aus Fürstenau aufs Korn, unterlegt mit treffenden Witzen. Aber nicht nur die politische Prominenz war anwesend. Auch Pastor Hubert Schütte hatte sich in Schale (Kostüm) geworfen. Ebenfalls gern gesehen Gäste waren, die Bewohner des Pastor-Arning-Hauses, die die Abwechselung sichtlich genossen. Mit einem Gastauftritt glänzte unterdessen der Kinderchor der Grundschule Fürstenau unter Leitung von Renate Hundrup.

Dann ging es Schlag auf Schlag mit schnellen Wechseln und ohne Pausen durch das Programm – nur immer wieder unterbrochen von begeisterten Helau-Rufen und oft geforderten Zugaben.

Stadtleute verstehen Landleute nicht

Leni Manns traf bei ihrem plattdeutschen Erstauftritt gleich das richtige Thema. Stadtleute verstehen Landleute nicht und das nicht nur, weil sie Probleme mit der Sprache haben. Birgit Möller und Karin Bruns träumten von ihrem „Frauenversteher Thermomix“, der ihnen fast die gesamte Hausarbeit abnahm.

Sieben neue Büttentanten stürmten dann den Laufsteg mit ihrer Sackmodenschau zu den Themen: Kartoffelsack, Geldsack, Postsack, Kleidersack, Freßsack, Aktensack und Schlafsack. Über die Elitepartner-Argentur war Erwin, (Magdalena Föcke) 61 Jahre alt, gesund und Beamter, aber noch immer bei seiner Mutter (Birgit Möller) wohnend, auf der Suche nach einer Frau. Spontane Beifallsstürme nach diesem herrlichen Humor.

Hitzewellen in den Wechseljahren

Mit „Ich hab Sommer“ schilderte Anneliese Schulte ihren Begleiterinnen temperamentvoll ihre Hitzewellen in den Wechseljahren. Extra eingeflogen aus Köln wurde das Tanzmariechen (Annegret Grave), die von sich behauptete: „Mein Temperament sieht man mir bei meiner Fülle sicherlich nicht an, aber innen tobt bei mir ein Vulkan“.

Im immer gewagter werdendem Nachthemd-Oufit eroberten Therese Habermann, Andrea Kirchner und Karina Föcke die Bühne. Auch Tanja Urban bot einige Pfunde auf der Waage. Das störte sie aber gar nicht, denn ihr Motto lautete: „Mollig ist herrlich und mollig ist schön“. Mit ernster Mimik und Tagesschausprache berichtete Anita Mann über Neuigkeiten aus Fürstenau. Dabei fehlten natürlich die Ereignisse im Gewerbegebiet Utdrift nicht.

Himmel und Hölle

Nach einer musikalischen Einlage von Magdalena Föcke erhielten dann Adam und Eva (Anita Manns und Anneliese Schulte) „Nachhilfeunterricht“ im Paradies. Leider ohne Erfolg, denn das Auftrittsmotto hieß: „Heute Abend hab ich Kopfweh“. Dagegen war die Atmosphäre in der Hölle (Theresa Havermann) von großem Verständnis für die Verfehlungen geprägt.

Mit einem musikalischen Feuerwerk und dem Hit von Roland Kaiser, „Warum hast Du nicht Nein gesagt“ verabschiedeten sich alle „Büttentanten“ bis zum nächsten „Büttentantenalarm“ in zwei Jahren.