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Projekt kommt in Fürstenau gut an Hollensteder informieren sich über Kleine Alltagshilfen

Von Maria Kohrmann-Unfeld | 20.09.2019, 10:08 Uhr

Das Team des Hollensteder Ortsgespräches hat zu einem Informationsabend über „Kleine Alltagshilfen“ eingeladen. Erläutert wurde neben der zeitlichen Planung und organisatorischen Details vor allem, wie sich die ehrenamtlichen Helfer einbringen können.

Petra Kenning begrüßte die Vereins- und Gremienvertreter, darunter auch viele Jugendliche. Über das Thema Kleine Alltagshilfen informierten Antigone Mally, Integrationshelferin und Ehrenamtsbeauftragte der Samtgemeinde Fürstenau, sowie Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken.

„Das Projekt Kleine Alltagshilfen bietet Unterstützung für hilfsbedürftige Personen in der Samtgemeinde Fürstenau“, heißt es in einem Flyer, der in Kürze herausgegeben wird. „Aufgrund des demografischen Wandels und der Veränderung des sozialen Gefüges haben wir den Gedanken der Kleinen Hilfen aus der Samtgemeinde Neuenkirchen übernommen, wo das Projekt erfolgreich praktiziert wird“, erklärte Benno Trütken. Uwe Hummert habe das Projekt im Rat vorgestellt. Informationstreffen fanden in Fürstenau, Bippen und Berge statt. Inzwischen gibt es in jeder der drei Gemeinden jeweils einen Ehrenamtskoordinator.

Nicht nur ältere Menschen brauchen Unterstützung

„Neben älteren Menschen gibt es auch andere Personen, die in Situationen kommen können, in denen sie Unterstützung gebrauchen“, erläuterte Antigone Mally. Unter Alltagshilfen verstehe man Hilfestellungen, keine Dienstleistungen, die von Unternehmen erbracht werden können. Es gehe vielmehr um einmalige kleine Hilfen und Handreichungen im Haus und Garten, wie zum Beispiel das Auswechseln einer Glühbirne oder das Aufhängen eines Bildes, das Reinigen der Dachrinne, Möbel rücken, Einkaufen oder eine Fahrt zu einem Facharzt. „Wenn jemand Hilfe braucht, kann er sich bei einem der drei Ehrenamtskoordinatoren melden. Dieser stellt den Kontakt zum Helfer her und klärt mit dem Hilfsbedürftigen die Bezahlung“, erläuterte Mally. Für die Hilfe sei eine Aufwandsentschädigung von sechs Euro pro Stunde zu entrichten, die der Helfer in bar erhält. Bei Fahrdiensten entstehen zusätzliche Kosten von 0,30 Euro pro Kilometer. Für Anfragesteller, die die Aufwandsentschädigung nicht aufbringen können gibt es einen besonderen Etat.

Potenzielle Helfer werden im Vorfeld gefragt, welche Form von Hilfe sie anbieten möchten, sei es Hilfe im Haushalt, Begleitung bei Spaziergängen, beim Einkaufen, am Computer oder Babysitten. „Freiwillige Hilfen sind uns wichtig. Dabei sollte der Helfer sich wohl fühlen“, betont Antigone Mally. Sowohl Helfer als auch die hilfsbedürftige Person sind bei allen Verrichtungen versichert. Übrigens können Ehrenamtskoordinatoren auch in weiteren Orten der Samtgemeinde eingerichtet werden.

Fest für Ehrenamtliche am 25. September 2019

„So eine Aktion muss ganz langsam wachsen. Das war auch in Neuenkirchen so“, stellte Stefan Achteresch fest. „Das Projekt gilt generell für alle, die kurz- oder längerfristig hilfsbedürftig sind.“ Es habe sich herausgestellt, dass ein Helfer in der Regel nur wenige Mal im Jahr zum Einsatz kommt. Zunächst müsse die Aktion weiter bekannt gemacht werden durch die anwesenden Vertreter der örtlichen Gemeinde und Verbände. Erst wenn ein Pool von Helfern angelegt sei, könne man das Angebot auf Seniorennachmittagen oder ähnlichen Veranstaltungen bekannt machen. „Ich würde mich freuen, wenn sich viele Menschen in Hollenstede melden“, so Stefan Achteresch. Informationen geben Antigone Mally, Benno Trütken, Thomas Wagener und Stefan Achteresch.

Antigone Mally wies auf das Fest für Ehrenamtliche am 25. September 2019 hin und verteilte den Flyer der Freiwilligenagentur „Helfen macht glücklich“ mit den Rubriken „Hilfe geben“ und „Hilfe annehmen“.

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