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Rückblick auf 125 Jahre Geschichte Ehemalige Azubis besuchen St. Marienstift in Schwagstorf

Von Maria Kohrmann-Unfeld | 26.08.2019, 17:58 Uhr

Das St. Marienstift feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Jubiläum, und seit 45 Jahren absolvieren hier junge Menschen eine hauswirtschaftliche Ausbildung.

Aus diesem Anlass haben Schwester Maria Goretti, die Oberin des Marienstiftes, und Irmgard Berens als Ausbilderin der Hauswirtschaft alle ehemaligen Auszubildenden zu einer kleinen Feierstunde eingeladen.

Nach einem geistlichen Impuls in der Hauskapelle des Exerzitienhauses begrüßte Irmgard Berens viele Ehemalige in der Hausaula des Marienstiftes, darunter auch die Ausbildungsberaterin Ursula Fleddermann und Elisabeth Kreutzmüller, Ausbildungsleiterin für Hauswirtschaft in der Evangelischen Familienbildungsstätte Osnabrück. Beim gemeinsamen Kaffeetrinken gab es ein frohes Wiedersehen, wobei Erinnerungen ausgetauscht wurden. Es folgte eine Power Point Präsentation über die Entstehungsgeschichte des Marienstiftes bis in die Neuzeit.

Alles begann im Jahr 1888, als Maria Anna Krimpenfort eine leuchtende rechtwinklige Fläche in der Größe eines Hauses am Himmel sah. Daraufhin entschloss sich das Stifterehepaar Bernhard Anton und Maria Anna Krimpenfort seinen Besitz zum Bau eines Waisenhauses und eines Klosters zu stiften. Es erfolgte eine Schenkung an das St. Georgsstift, das Mutterhaus der Franziskanerinnen in Thuine. Im Oktober 1894 zogen zwanzig Schwestern mit achtzig Kindern ein. Anhand einer Zeittafel wurde die wechselvolle Geschichte des Marienstiftes verdeutlicht.

Moderne Seminar- und Tagungsräume

Ausführlich stellte sich das Marienstift vor mit der Kapelle und den malerischen Parkanlagen. Es folgte das Mädcheninternat mit fünf Wohngruppen mit jeweils zwölf Mädchen, das Altenheim St. Anna mit 45 Pflegeplätzen und die Marienschule mit 430 Schülerinnen und Schülern sowie 31 Lehrkräften; ebenso das Provinzialat und Exerzitienhaus mit seinen modernen Seminar- und Tagungsräumen mit Schwimmbad.

In der anschließenden Vorstellungsrunde wurde deutlich, dass ein großer Teil der damaligen Auszubildenden dem Marienstift treu geblieben und noch heute hier beschäftigt ist. Großes Interesse fand auch eine Fotocollage, auf der sich viele Ehemalige wiederfanden.

„Wir versorgen täglich 150 bis 160 Personen, zuzüglich Mittagstisch für die Schüler und Schülerinnen."“
Irmgard Berens, Betriebsleiterin der Hauswirtschaft im Marienstift

Irmgard Berens, Betriebsleiterin der Hauswirtschaft, führte die Gäste durch das Haus und über das weitläufige Gelände. Auf reges Interesse stieß die Großküche. „Wir versorgen täglich 150 bis 160 Personen, zuzüglich Mittagstisch für die Schüler und Schülerinnen. Alle Mahlzeiten von Frühstück bis zum Abendessen werden hier zubereitet“, erläuterte Irmgard Berens. Dabei seien unter anderem Allergien, Laktoseintoleranz und vegane Ernährung zu berücksichtigen. „Langweilig wird es hier nie“, stellte sie fest.

Es folgte eine Führung an der Lourdesgrotte, dem Provinzialat und Exerzitienhaus vorbei zur Schule und Turnhalle weiter zum neu gestalteten Friedhof mit dem Kreuzweg und der Grabstelle des Stifterehepaares Krimpenfort. Zurück ging es entlang am Josefshaus, dem ehemaligen Ökonomiegebäude und dem Mädcheninternat.

Beim gemeinsamen Abendessen fand das Treffen seinen Abschluss in gemütlicher Runde.