Ein Artikel der Redaktion

„Willkommen in Freren“ Homepage für Zugezogene und Flüchtlinge in Freren

Von Carsten van Bevern | 29.12.2016, 18:51 Uhr

Neu in Freren? Da gibt es viele Fragen: Wo ist der nächste Arzt? Wo ein Supermarkt und wo kann man günstig Kleidung, Spielzeug oder Haushaltsgeräte kaufen? Um Zugezogenen in der Samtgemeinde Freren zu helfen ist ab sofort die neue Homepage „Willkommen in Freren“ online. Die Grundidee dazu ist von einem Team des Meppener Jugendzentrums Jam entwickelt worden.

Die Internetseite www.freren.info soll Zugezogenen mit und ohne Migrationshintergrund künftig helfen, sich schnell in der Samtgemeinde zurechtzufinden und heimisch zu fühlen. „Die Homepage ist so konzipiert, dass sie bequem über das Smartphone aufgerufen werden kann. Große und selbsterklärende Symbole tragen dazu bei, dass auch ohne Sprachkenntnisse die Infos schnell gefunden werden können“, erklärt Philipp Mey aus der Samtgemeindeverwaltung in einem Gespräch mit unserer Redaktion. Dank eines Übersetzungsprogrammes können die Inhalte der Seite zudem jederzeit in beliebige andere Sprachen umgestellt werden. Damit dies auch gut funktioniert, wurden die Informationen sprachlich bewusst einfach gehalten.

22 Themenbereiche

„Willkommen in Freren“ bietet 22 Themenbereiche, wie Essen & Einkauf, Beratung, Sprachkurse/Schule bis hin zu Regeln und Gebräuche. Alle angegebenen Orte sind dabei mit einer GPS-Navigation verknüpft. „Wird beispielsweise im Ärzte-Menü die Adresse eines Mediziners angeklickt, öffnet sich ein neues Fenster mit Google Maps. Ein roter Pfeil zeigt an, an welchem Standort sich der Nutzer befindet und mit Hilfe der Navigationsfunktion wird der Weg zum gewünschten Ziel angezeigt“, ergänzt Meys Kollege Andreas Schüler.

Infos per E-Mail

Die Internetseite ist darüber hinaus mit Plattformen wie Twitter, Facebook oder Google Plus verknüpft. Zusätzlich können Informationen von der Seite direkt per E-Mail weitergeleitet werden. Gerne dürfen die Besucher der Internetseite auch selber Termine oder Verbesserungsvorschläge zu den vorhandenen Angeboten einreichen.

„Ein großes Dankeschön geht an die Stadt sowie das Jugendzentrum Meppen, die die zugrunde liegende Datenbank zur Verfügung gestellt haben“, erklärt Mey. So hatte ein Team des dortigen Jugendzentrums Jam zusammen mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt im Jahr 2015 innerhalb von sechs Monaten eine solche Internetseite speziell für Flüchtlinge entwickelt. Diese Datenbank wird interessierten Kommunen gegen eine kleine Spende zur Verfügung gestellt. So ist in gleicher Aufmachung auch die Seite www.willkommeninnordhorn.de schon online.

In Meppen entwickelt

Die Idee dahinter? „Das wichtigste Werkzeug, um Flüchtlinge zu erreichen, befindet sich in ihrer Tasche“, erklärte der Meppener Stadtjugendpfleger Karsten Streeck bereits zum Start der Meppener Seite gegenüber unserer Redaktion. Streeck meinte damit Smartphones, die fast alle Flüchtlinge zur Aufrechterhaltung der Kontakte in die meist weit entfernte Heimat besitzen. Selbstverständlich für sein Team und ihn also, eine Internetseite zu entwickeln, die auch über das Smartphone oder ein Tablet abrufbar ist.

Sie wollen helfen?

Einen ebenso großen Dank richtet Mey an die Mitglieder der „Arbeitskreise Flüchtlinge“ aus den Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Freren: „Viele dieser Bürger haben sich engagiert, um die gemeindespezifischen Daten und Adressen zusammenzutragen.“ Und auch seine IT-Kollegen hätten sich stark eingebracht, damit die Homepage mit Leben befüllt und auch weiter aktualisiert wird.