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Spielmannszug Thuine erfolgreich 1500 Musiker messen sich bei den Landesmeisterschaften in Freren

19.09.2011, 15:14 Uhr

Viel Musik erfüllte am Samstag und am Sonntag den Himmel über Rund 1500 Musikerinnen und Musiker aus Niedersachsen trafen sich auf dem Areal der Franziskus-Demann-Schule, um bei den 49. offenen Landesmeisterschaften des Niedersächsischen Musikverbandes (NMV) die „Besten“ zu ermitteln.

Zu diesen „Besten“ zählte einmal mehr der „Spielmannszug Thuine“. Die Spielleute aus der kleinen emsländischen Gemeinde hatten bereits vor zwei Jahren den Titel „Niedersachsenmeister“ errungen. In diesem Jahr wurde in der Klasse „Flötenensembles“ (Oberstufe) mit 94 Punkten das Ergebnis noch verbessert. Übrigens: Als Niedersachsenmeister hat sich auch der Spielmannszug Thuine für die Deutschen Meisterschaften in Dresden qualifiziert.

„Gerne würden wir natürlich daran teilnehmen, aber unser Etat reicht dafür leider nicht aus“, bedauerten unmittelbar nach der Siegerehrung die Verantwortlichen aus Thuine. „Aber vielleicht findet sich ja noch ein Sponsor“, hat man die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben.

Viel Lob und Anerkennung kam von Aloys Grba, Präsident des Niedersächsischen Musikverbandes, für die Organisatoren, der Kolpingkapelle Freren und der Drummerband Cobra Freren/Emsland. „Es war eine sehr gelungene Veranstaltung“, zog der Präsident eine positive Bilanz. Der NMV vertritt 485 Blasorchester, Spielmannszüge und Fanfarenzüge in Niedersachsen.

Das Organisationsteam um Dennis Rape und Johannes Lis habe das Musikfest perfekt vorbereitet und durchgeführt. „Es gab keinerlei Beschweren seitens der Aktiven und Gäste“, so Grba.

Den Ball gaben die Organisatoren gerne an alle Beteiligten weiter. Viele Frerener Mitbürger sowie Vereine und Verbände hätten sich vorbildlich eingebracht. Ein Beispiel war das mit rund 160 Kuchen und Torten bestückte Café, das immer „gut gefüllt“ war.

Ausdrücklich wies Aloys Grba auf die Bedeutung des musikalischen Angebotes für Kinder und Jugendliche hin. Rund 60 Prozent der Aktiven bestehe aus diesen Altersklassen. „In den einzelnen Vereinen wird eine hervorragende Jugendarbeit betrieben, die auch als wichtige Sozialarbeit für die Gesellschaft anzusehen ist“, unterstrich der Präsident.

Der Wettstreit findet alle zwei Jahre statt. „Die Musikerinnen und Musiker wollen ihre Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft einem breiten Publikum vorstellen und sich mit anderen Gruppen messen“, unterstrich Aloys Grba und fügte hinzu: „Es gehört schon ein sehr hohes Maß an musikalischem Können dazu, bei diesen Wettstreiten erfolgreich bestehen zu können.“

Die Qualität der Vorträge in den einzelnen Klassen wurde übrigens von einem internationalen Wertungsrichtergremium beurteilt. Großen Wert habe man dabei auf ein Höchstmaß an Fachkompetenz gelegt, erläuterte der Präsident. Er wies in dem Zusammenhang beispielhaft darauf hin, dass ein Mitglied der Kommission bereits bei Weltmeisterschaften gewertet habe.

Die Perspektiven für die vielen Musikvereine im Land sieht der Präsident durchweg positiv. Kinder und Jugendliche seien in großer Zahl daran interessiert, ein Musikinstrument zu erlernen. Es sei das Ziel vieler Hobbymusiker, das Können bei Auftritten oder Konzerten öffentlich vorzustellen.

„Ich denke, dass sich die Gäste aus ganz Niedersachsen in Freren wohlgefühlt haben“, freute sich Bürgermeister Klaus Prekel über die gelungene Veranstaltung. Die Stadt Freren habe das Vorhaben von Anfang an sehr unterstützt.

Dank sagte der stellvertretende Landrat Heinz Rolfes dem Niedersächsischen Musikverband, dass er die 49. Landesmeisterschaft nach Freren vergeben habe.

Ausgesprochen zufrieden mit dem großen Musikfest zeigten sich abschließend Dennis Rape und Johannes Lis. Es sei eine großartige Veranstaltung mit einem bunten Teilnehmerfeld realisiert worden. Gerade bei den vielen jungen Leuten habe man eine starke Professionalität bei ihren Auftritten erleben können.