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SkF feiert mit vielen Gästen Fünf Jahre „Sozialer Marktplatz“ in Freren

Von Thomas Pertz | 24.07.2014, 19:39 Uhr

„Fashion, Begegnung und mehr“: Mit diesem Slogan wirbt der „Marktplatz“ des SkF in Freren um Bürger, die neben Waren unterschiedlicher Art das Gespräch und eine soziale Beratung suchen. Das fünfjährige Bestehen der Einrichtung war Anlass für eine große Geburtstagsfeier.

Ob Mode, Haushaltsartikel, Spielzeug oder Bücher: In dem lang gestreckten Gebäude am Markt 4 finden Interessierte ein breit gefächertes Angebot vor. Und das zu kleinen Preisen, was insbesondere Bürgern mit schmalem Haushaltsbudget zugute kommt. Einkaufen kann aber jeder dort, denn Umsatz ist wichtig, um die Einrichtung zu halten.

Dazu trägt auch das gemütlich eingerichtete Café bei. Der „Marktplatz“ ist aber eben nicht nur Shopping, sondern auch eine Einladung des SkF, miteinander ins Gespräch zu kommen. Ein separates Beratungszimmer bietet die Möglichkeit, in engem Kreis Probleme anzusprechen und Lösungen zu entwickeln.

In verschiedenen Grußworten wurde die facettenreiche Arbeit beschrieben. Sie fördere die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen, die Kooperation zwischen verschiedenen sozialen Dienstleistern und eröffne außerdem Jobsuchenden neue Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt, stellten die neue SkF-Vorsitzende Irene Vehring und Geschäftsstellenleiterin Marita Theilen heraus.

In ihrem Rückblick auf die vergangenen fünf Jahre verwies Theilen auf die offenen Türen bei der Pfarrcaritas, der Kirchengemeinde sowie Rat und Verwaltung, die der SkF 2009 bei der Vorstellung seiner Idee vorgefunden habe. Der „Marktplatz“ habe sich in Freren zu einem sozialen Treffpunkt entwickelt. Dazu trage auch die Lingener Tafel bei, die regelmäßig dort Lebensmittel weitergebe.

Ein wichtiger Faktor ist der Bereich Beschäftigung und Qualifizierung. So dienen die einzelnen Tätigkeitsbereiche auf dem „Marktplatz“ auch der Qualifizierung langzeitarbeitsloser Frauen und erleichtern so den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt.

Eindrucksvoll hat sich in Freren durch die Aktivitäten auf dem „Marktplatz“ auch die ehrenamtliche Mitarbeit entwickelt. Acht Frauen waren es 2009, fünf Jahre später sind es bereits 33 Bürger, überwiegend Frauen. Für den Landkreis Emsland gratulierte deshalb Sozialdezernentin Sigrid Kraujuttis zu diesem Impuls für das ehrenamtliche Engagement, den der SkF mit der Eröffnung des kleinen sozialen Zentrums in Freren geschaffen habe. Caritasdirektor Franz Loth erinnerte in diesem Zusammenhang daran, „dass gute Taten hauptsächlich von Männern gepredigt, von Frauen aber getan werden“. Er sprach insbesondere Geschäftsstellenleiterin Marita Theilen seinen Dank aus. „Das ist ein Riesenschatz, wenn man solche Hauptamtlichen hat“. Frerens Bürgermeister Klaus Prekel dankte dem SkF, mit diesem Angebot Menschen im Ort Hilfe anzubieten, die der Unterstützung bedürften.

Tag der offenen Tür

Tragende Hände waren auch notwendig, um die vielen Speisen in den Raum zu bringen, die für die Feier vorbereitet worden waren – von den Ehrenämtlern natürlich. Geleitet wird der „Marktplatz“ seit vier Jahren von Eveline Köhne, die dieses Amt von Jens Pinkhaus übernommen hatte. Am kommenden Samstag laden sie und ihr Team von 9 bis 17 Uhr zum Tag der offenen Tür ein. Um 11 Uhr tritt die Tanzgruppe der kfd Freren auf und um 15 Uhr der Internationale Frerener Freundschaftschor.