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Richtfunk macht es möglich Schnelles Internet ab September in der SG Freren

Von PM. | 17.08.2015, 17:42 Uhr

In der Samtgemeinde Freren soll es dank Richtfunk ab September schnelles Internet geben. Das wurde in einer Veranstaltung der JU bekannt.

„Was hat es denn nun genau mit den Stahlgittermasten in Freren und Messingen auf sich?“, hat die Junge Union (JU) die Samtgemeinde Freren gefragt und prompt bei einer Informationsveranstaltung eine Antwort, zu der auch kurzfristig die Anbieterfirma EmslandTel.Net eingeladen worden war.

Andreas Schröder von der in Meppen ansässigen Firma hielt laut Pressemitteilung der JU in dem dem gut gefüllten Sitzungssaal des Rathauses in Freren einen anschaulichen Power-Point-Vortrag über die Funktionsweise des Richtfunks und seinem Einsatz ab September in der Samtgemeinde. Anders als bei einer Verbindung über Kupfer oder Glasfaser funktioniere der Richtfunk, wie der Name schon sagt, über eine Funkverbindung via elektromagnetischer Wellen, die „wie die Physik es vermuten lässt, schneller ist als jede Glasfaser“. Dabei fungiert der Richtfunk als Verbindung zwischen Sender und Empfänger, hieß es.

EmslandTel.Net installiert zu diesem Zweck eine Antenne auf dem Dach des Kunden, die zu einer anderen Antenne auf den Sendemasten ausgerichtet wird. Damit würden für Privatkunden Bandbreiten bis zu 200000kbit/s und für Businesskunden sogar bis zu 2 x 4 Gbit/s realisiert. Durch eine spezielle Modulationstechnik funktioniere der Richtfunk störungsfrei auch bei sehr schlechtem Wetter, beispielsweise bei Starkregen oder Nebel.

Auf eine besorgte Nachfrage aus dem Publikum, inwieweit Datenschutzvorkehrungen getroffen würden, um das Ausspähen der Daten zu verhindern, antwortete der Geschäftsführer, dass bei allen Richtfunkverbindungen der Firma die Daten getunnelt und mit einer sehr starken Verschlüsslung gesendet werden, die zudem in kurzen Intervallen geändert wird. Im Hinblick auf eine mögliche Gesundheitsbelastung durch Strahlung konnte Schröder ebenfalls beruhigen: Im lizenzfreien Bereich liege diese weit unter den Werten von Mikrowelle oder Staubsauger und würde lediglich ein Millionstel des Grenzwertes nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetzt ausschöpfen.

„Wir sind froh über die so offene und unkomplizierte Zusammenarbeit mit Ihnen“ lobte August Roosmann, Bürgermeister von Messsingen, die Meppener Firma nach dem Vortrag. Messingen hat zusammen mit Freren durch die Aufstellung der Masten die Technik mit vorangetrieben, um schnelles Internet „für alle in der Samtgemeinde“ möglich zu machen.

Ob auch in Randlagen und stark bewaldeten Gebieten der Samtgemeinde ein Empfang möglich sei, könne im Einzelfall durch Messung geklärt werden. EmslandTel.Net ist aber zuversichtlich, dass bei der Höhe der Masten (ca. 60 m) und den Unterverteilern in Andervenne, Beesten und vielleicht bald auch Thuine, nahezu jeder Bürger von hohen Bandbreiten profitieren kann.