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Haushalt verabschiedet Schulden der Stadt Freren sinken trotz hoher Investitionen

Von Carsten van Bevern | 25.02.2017, 13:41 Uhr

Mehr als 1,9 Millionen Euro will die Stadt Freren in diesem Jahr in die Umgestaltung der Ortsmitte investieren. Trotz dieser Rekordinvestitionen soll der Schuldenstand laut dem im Rat einstimmig beschlossenen Haushalt weiter sinken. Der Schuldenstand je Einwohner liegt mit 371 Euro aber weiter deutlich über dem Landesdurchschnitt von 287 Euro.

Am 6. März werden in Freren die Bagger anrollen und zunächst im Bereich des Schuhgeschäftes Prekel bis zum ehemaligen Frisör Kuik mit der Umgestaltung des Marktplatzes vor dem Rathaus sowie der durch die Ortsmitte verlaufenden Bahnhofstraße beginnen. Bis zum Spätherbst/Winter wird es daher in Frerens Ortsmitte zu Verkehrsbehinderungen kommen. „Das ist für uns als Stadt als auch für alle Gewerbetreibenden natürlich ein großes Thema. Umleitungen werden aber jeweils ausgeschildert und alle Geschäfte auch in der Bauphase erreichbar sein“, erklärte Bürgermeister Klaus Prekel.

Rekordausgaben

Auch im auf der jüngsten Ratssitzung letztlich einstimmig verabschiedeten Haushalt 2017 schlagen sich diese Investitionen in Form von nahezu Rekordausgaben nieder. Mit Einnahmen von 4,463 Millionen und Ausgaben von 4,597 Millionen Euro ist der Ergebnishaushalt dabei noch leicht defizitär. „Die letzten Jahre haben aber gezeigt, dass im Laufe des Jahres durch Steuernachzahlungen und eine sparsame Haushaltsführung noch Einsparungen möglich sind“, erklärte der neue Kämmerer Harry Schütte.

Mehrere Baumaßnahmen

Die höchsten Investitionen fließen in die Baumaßnahmen „Markt und Bahnhofstraße“ im Zuge der Dorfentwicklung (1,267 Millionen Euro), den eventuellen Neubau des Busbahnhofs an der Bahnhofstraße (416.000 Euro) sowie die Förderung des Breitbandausbaus mit 102.200 Euro). Zudem sind ein 6000-Euro-Zuschuss für eine Beregnungsanlage auf einem Sportplatz, 5000 Euro für die Pflege der Spielplätze, 5000 Euro für die Wirtschaftsförderung sowie 52.000 Euro für den Ausbau der Industriestraße im Haushalt eingeplant.

„Solide Haushaltslage“

„Dieser Haushalt gibt unsere solide Haushaltslage wieder. Die Potenziale Frerens sind nicht riesig, aber die vorhandenen Chancen nutzen wir seit vielen Jahren. Und auch, dass in einem Jahr mit so hohen Investitionen die Schulden weiter gesenkt werden können, ist ein gutes Zeichen“, erklärte Johannes Lis für die CDU-Fraktion. So würden selbst im Fall einer angedachten Kreditaufnahme von 150.000 Euro die Schulden der Stadt um knapp 50.000 Euro auf 1,86 Millionen Euro sinken.

Zustimmung auch der Opposition

Auch Klaus Dickebohm signalisierte für die SPD/Unabhängigen-Gruppe Zustimmung für den Haushalt. Dabei sah er aber vor allem bei den Gewerbesteuern noch „etwas Spiel für mögliche Einnahmesteigerungen. Wir haben trotz guter weicher Standortfaktoren Probleme bei der Ansiedlung neuer Firmen.“ Dies sei laut Bürgermeister Prekel (CDU) aufgrund der Lage abseits der an der Ems verlaufenden Hauptverkehrsachsen seit Jahren bekannt: „Wenn Ihr dafür eigene Lösungsvorschläge vorlegen würdet, stehen wir gerne für eine Diskussion zur Verfügung.“ Einstimmig stimmten alle Ratsmitglieder schließlich für den vorgelegten Haushaltsplan.