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Freren Freren erhielt 1723 das Stadtrecht

23.07.2009, 22:00 Uhr

Bei einem Besuch in Freren fällt der erste Blick auf die zentral und dicht nebeneinander liegenden Kirchtürme – dem schlanken Turm der katholischen Vituskirche und dem kleineren Turm der ev.-reformierten Gemeinde Freren. Dies ist die älteste Kirche des südlichen Emslandes und stellt den Mittelpunkt des alten Siedlungsgrundes unserer Stadt dar.

Die Vergabe der Stadtrechte im Jahre 1723 verhalf den Bürgern dabei nicht zum wirtschaftlichen Aufschwung, anders als z.B. in Lingen. Erst mit den Eingemeindungen des 20. Jahrhunderts konnte Freren als Sitz der Samtgemeinde und zentraler Schulstandort die Entwicklung zu einer Kommune mit deutlich städtischem Charakter eröffnen. Mittlerweile konnten mit der Entwicklung neuer Baugebiete, der Schaffung von neuen zentralen Handelsplätzen, aber auch durch Entlastungsstraßen eine Verbesserung des Stadtbildes erreicht werden. Die gerade beendete Flurbereinigung half sowohl bei diesen wichtigen Infrastrukturmaßnahmen als auch der heimischen Landwirtschaft zur künftigen Aufgabenerfüllung.

Besonders liebenswert sind die früher eigenständigen Ortsteile Suttrup, Setlage, Lohe-Venslage, Ostwie, Geringhusen und Overwater. Hier wird die Nachbarschaft in Fastabenden gepflegt, teilweise haben die Ortschaften noch ihre eigenen Schützenfeste, und man findet viele Begegnungspunkte an den gut ausgebauten Straßen und Fahrradwegen.

Das Besondere an Freren ist die Musikalität mit insgesamt fünf Erwachsenenchören, mehreren Kinderchören und natürlich der Kolpingkapelle, dem Spielmannszug, der Drummerband Cobra und den Hegeringbläsern. Das kulturelle Leben wird ergänzt durch das Motto „Hier tut sich was“ durch den Kulturkreis Impulse und der Spiel- und Malschule SpuK.

Das darüber hinaus der Sport in der Stadt eine wichtige Rolle spielt, erkennt man an der reichhaltigen Jugendarbeit bei der SG Freren. Hervorragende eigene Sportstätten, aber auch das Freibad, das bis nächstes Jahr sanierte Hallenbad und die Großraumturnhalle als Einrichtungen der Samtgemeinde sorgen im Stadtgebiet für hervorragende Sportmöglichkeiten.

Freren hat – in Zusammenarbeit von Rat und Stadtdirektor Godehard Ritz – mit der Installierung des Neuen Marktes und der markanten Brunnenanlage, den Anpflanzungen im Stadtgebiet als auch im Bürgerpark, der sorgfältigen Planung der Baugebiete mit ausreichenden Spielplätzen und mit den Entwicklungen im Straßenverkehr viel für die städtische Infrastruktur bewirkt. Private Investitionen von 45 Millionen Euro, u. a. in einen Windpark, stellen einen weiteren Baustein in der Weiterentwicklung dar.

Das Wichtigste sind mir aber die Menschen: Angefangen von den Kleinsten, die ausreichend Krippenplätze geboten bekommen, zwei Kindertagesstätten, wobei der Neubau des Familienzentrums in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums kurz vor dem Planungsbeginn steht. Ganztagsprogramme an allen Schulformen sorgen für eine interessante Nachmittagsgestaltung und tragen zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei.

Der Erwachsenenbereich ist dabei auch in Freren geprägt durch ein vielfältiges Vereinsleben: im Heimatverein, dessen Heimathaus immer ein Besuch wert ist, die Kolpingsfamilie, die kfd, die Reservistenkameradschaft, der Sozialverband, die Motorradclubs und auch die Feuerwehr trägt nicht nur zur Sicherheit der Bürger bei, sondern engagiert sich auch gesellschaftlich.

Ein hervorragendes Beispiel für den Gemeinschaftsgedanken in der Stadt als auch in der Samtgemeinde ist das Pilgerprojekt „Freren-Santiago“ der kath. Pfarreiengemeinschaft. Und unser Ehrenbürger Bernhard Fritze hat durch die Veröffentlichung des Frerener Heimatbuches und auch durch zahlreiche Aufsätze hervorragendes für die Stadt Freren geleistet.