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Erdarbeiten haben begonnen Schnelleres Internet in der Samtgemeinde Freren

Von Carsten van Bevern | 29.06.2015, 19:50 Uhr

Nach einigen genehmigungstechnischen Verzögerungen ist es jetzt soweit: In der Samtgemeinde Freren hat der Aufbau eines Richtfunknetzes zur Versorgung mit schnellem Internet begonnen. So haben in Messingen Ende vergangener Woche im Gewerbegebiet sowie am Montag in Freren Erdarbeiten begonnen; die Betonfundamente für die 60 Meter hohen Richtfunk-Gittermasten der Firma emslandtel.net aus Meppen sollen bis Ende dieser Woche gegossen werden. Mit der Aufstellung der Masten rechnet die Samtgemeinde bis Ende Juli.

„Mit der Installierung dieser Masten geht ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung“, erklärte dazu Messingens Bürgermeister August Roosmann auf Nachfrage unserer Redaktion. „Der Anschluss an das schnelle Internet ermöglicht unseren Gewerbetreibenden die Sicherung ihrer Betriebe und der vorhandenen Arbeitsplätze. Ende August soll es ‚ans Netz gehen‘. Das ist auch der ideale Zeitpunkt, wo wir unser erweitertes Gewerbegebiet vermarkten wollen.“

Dies sei für eine kleine und ländlich strukturierte Gemeinde wie Messingen ein „starkes Stück Lebensqualität“. So werde der ländliche Raum nicht weiter von der Entwicklung der großen Städte und Ballungsgebiete abgehängt. „Der Monat Juni ist damit für Messingen mit dem Start der drei Großprojekte – der Sanierung der L58 innerhalb des Ortes, dem Bau des Feuerwehrhauses und jetzt mit dem Bau des Richtfunkmastes – ein Erfolgsmonat“, freute sich Roosmann.

 Durch die Richtfunktechnik sollen nach Möglichkeit alle Firmen und Haushalte in der Samtgemeinde Freren in den Genuss von schnellem Internet kommen. Bei der Richtfunktechnik werden zwei Antennen auf Sichtverbindung ausgerichtet. Dafür werden Stahlgittermasten in Freren und Messingen gebaut sowie Unterverteiler in den Gemeinden Andervenne, Beesten und Thuine auf günstig gelegenen Gebäuden eingerichtet. Auf einen dieser Türme oder Verteiler kann der Kunde die von emslandtel.net zur Verfügung gestellte Richtfunkantenne ausrichten lassen.

Diese Richtfunktechnik hatte Emslandtel-Geschäftsführer Andreas Schröder auch Anfang 2014 in der Lingener Verwaltung und in Ratsgremien vorgestellt, durch die Technik sollten die Außenbereiche der Stadt mit Breitbandlösungen in DSL-Qualität versorgt werden. Zum Einsatz kommt die Technik unter anderem bereits im Raum Meppen, Sögel und Werlte. Weitere emsländische Kommunen befinden sich in Verhandlungen, so hatte Schröder die Technik jüngst im Lengericher Gemeinderat vorgestellt. Dort sollen künftig unter anderem die im Gewerbegebiet im früheren Bundeswehrdepot angesiedelten Firmen von schnelleren Übertragungsmöglichkeiten profitieren.