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Eine Millionen Euro für 360 Meter Klosterstraße in Thuine wird weiter ausgebaut

Von Carsten van Bevern | 08.06.2016, 15:51 Uhr

Die zentral gelegene Klosterstraße in Thuine wird ab dem 13. Juni weiter ausgebaut: Die Komplettsanierung des rund 360 Meter langen Straßenteils inklusive Erneuerung der Versorgungsleitungen vom Hallenbad bis zur Kreuzung mit dem Südring wird rund eine Million Euro kosten. Der Eigenanteil für die Gemeinde dürfte rund 350.000 Euro betragen.

Die Klosterstraße, durch die in Thuine neben dem Elisabeth-Krankenhaus, dem Kloster und dem Hospiz St. Veronika auch die Berufsbildende sowie die Grund- und die Antoniusschule erschlossen werden, hat derzeit in diesem Bereich noch eine Deckschicht aus Bitumen. Die komplette Sanierung der ersten 192 Meter dieser Straße von der Einmündung der Hauptstraße bis zur Kreuzung Südring inklusive dem Einbau neuer Versorgungsleitungen war 2015 die erste öffentliche Maßnahme im Zuge der Dorferneuerung. Die Kosten betrugen rund 720.000 Euro.

Kompletter Neuaufbau

Ab dem 13. Juni sollen nun weitere 360 Meter dieser wichtigen Gemeindestraße ähnlich grundlegend erneuert und umgestaltet werden. „Wir sind froh, dass es jetzt an dieser zentralen Stelle weiter geht“, freuten sich Thuines Bürgermeister Karl-Heinz Gebbe und der örtliche Vorsitzende des Arbeitskreises Dorferneuerung, Hans Rickermann, bei der Vorstellung der Pläne. Das Dorferneuerungsprogramm dient dabei der Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum, Maßnahmen können mit bis zu 50 Prozent bei öffentlichen Maßnahmen und bis zu 30 Prozent bei privaten Bauprojekten gefördert werden.

Die Oberfläche der Straße wird dabei in den kommenden fünf Monaten in drei Bauabschnitten komplett rückgebaut und der Untergrund auf bis zu fünf Meter Tiefe ausgekoffert, auch die unterirdischen Kanalleitungen für Regen-, Schmutz- und Trinkwasser werden durch neue ersetzt. Umleitungen werden ausgeschildert sein. Verantwortlich für die Bauarbeiten ist die Firma Mecklenburg & Schlangen aus Sögel.

Beidseitiger Gehweg

Angepasst an den bereits sanierten Teil der Straße wird es dort künftig auch einen durchgehenden, beidseitigen Geh- und Radweg, moderne Straßenlampen und Neuanpflanzungen geben. Zudem werden sich die Verkehrsverhältnisse vor allem für Schulbusse im Bereich der Kreuzung Mühlen-/Klosterstraße verbessern. „Unser Dank geht hier an den Orden der Thuiner Franziskanerinnen, die dafür 210 Quadratmeter ihres Geländes an die Gemeinde verkauft haben“, erklärte der Bauamtsleiter der Samtgemeinde Freren, Paul Thünemann.

Keine Kreditaufnahme

Die Baukosten werden rund eine Million Euro betragen, davon trägt der Wasserverband Lingener Land rund 300.000 Euro für die Erneuerung des Schmutzwasserkanals und der Trinkwasserleitung sowie Teile der Kosten für die neue Asphaltdecke. Für die verbleibenden Kosten erhält die Gemeinde eine Landeszuwendung im Rahmen der Dorferneuerung von 53 Prozent, sodass der Eigenanteil der Kommune bei rund 350.000 Euro liegen wird. „Und das ohne eine Kreditaufnahme“, wie Bürgermeister Gebbe betonte.

Ein weiteres in der Planungsphase befindliches öffentliches Dorferneuerungsprojekt in Thuine ist der Umbau des Pastor-Dall-Hauses zu einem Bürgerbegegnungszentrum. Dazu laufen nach Aussage des Bürgermeisters erste Gespräche auch mit der Kirchengemeinde.