Ein Artikel der Redaktion

Busbahnhof und neuer Markt Sinkende Schulden trotz hoher Investitionen in Freren

Von Carsten van Bevern | 19.12.2015, 18:03 Uhr

1,3 Millionen Euro will die Stadt Freren im Jahr 2016 unter anderem in die Neugestaltung des Marktplatzes, die Anlegung eines Busbahnhofs in der Stadtmitte sowie die Erschließung des Baugebietes Ostwier Höhe investieren. Gleichzeitig sollen die Schulden 2016 um knapp 200000 auf gut 1,9 Millionen Euro sinken – die Verschuldung pro Einwohner läge damit aber immer noch deutlich über dem vergleichbaren Landesdurchschnitt.

Ein leichtes Minus von knapp 80000 Euro weist dabei der auf der jüngsten Sitzung des Frerener Stadtrates vorgestellte und letztlich einstimmig beschlossene Verwaltungsentwurf des Haushaltsplans 2016 aus – so belaufen sich die Einnahmen auf 3,96 Millionen und die Ausgaben auf 4,04 Millionen Euro. „Wir hoffen aber, dass wir dieses Minus im Laufe des Haushaltsjahres ausgleichen können“, betonte Stadtdirektor Godehard Ritz.

Als „sehr hoch“ bezeichnete Ritz die 2016 geplanten Investitionen: „Diese sind in den nächsten Jahren im Wesentlichen von den Infrastrukturmaßnahmen auf dem Marktplatz und dem Busbahnhof geprägt. Diese Projekte werden auch maßgeblich zur Innenentwicklung der Stadt beitragen.“ So erwartet der Verwaltungschef auch positive Auswirkungen auf den aktuellen Leerstand bei Geschäftsflächen in Form von Nachnutzungen und baulichen Nachverdichtungen. Gerade für den Bau des Busbahnhofs gebe es aktuell auch hohe Landeszuschüsse, nur sei bei einem dafür benötigten Grundstück die Eigentumsfrage noch nicht abschließend geklärt. Für Grunderwerb und die Anlage des Busbahnhofs stehen im Haushalt insgesamt 436000 Euro zur Verfügung.

772000 Euro sind laut dem Haushaltsentwurf für Investitionen in Gemeindestraßen (Ausbau der Industriestraße, Zufahrt zu K+K sowie die Erschließung des Baugebietes Ostwier Höhe ) und Dorferneuerungsmaßnahmen (Umgestaltung des Marktplatzes vor dem Rathaus) vorgesehen. Zudem soll 2016 unter anderem in die Straßenbeleuchtung (11000 Euro), den Erwerb von Industrieflächen (50000 Euro), Spielplätze (5000 Euro) sowie Maschinen (20000 Euro) investiert werden. Auch weil einige 2015 geplante Investitionen nicht durchgeführt wurden und die eingesparten Gelder 2016 zur Verfügung stehen müssen für diese Investitionen keine neuen Kredite aufgenommen werden.

Vielmehr soll der Schuldenstand 2016 um knapp 200000 auf gut 1,9 Millionen Euro sinken. „Der Schuldenstand würde damit auf rund 381 Euro je Einwohner sinken“,erklärte Ritz. Der vergleichbare Landesdurchschnitt beträgt nach Verwaltungsangaben 272 Euro je Einwohner. Die Haupteinnahmen erzielt die Stadt aus Steuern (82,41 Prozent der Gesamteinnahmen) und dabei vor allem aus dem Anteil an der Einkommens-, der Gewerbe- sowie der Grundsteuern. Kleinere Einnahmeposten in der Stadt Freren sind die Vergnügungssteuer mit 3300 Euro oder auch die Hundesteuer mit 12300 Euro.

Als ein „positives Zahlenwerk“ bezeichnete die CDU-Fraktionsvorsitzende Conny Determann den Haushaltsplan: „Wir investieren in weitere wichtige Projekte wie die Ostwier Höhe und nähern uns bei den Sanierungsmaßnahmen mit dem Marktplatz auch der guten Stube der Stadt. Und das die Schulden wieder unter zwei Millionen Euro sinken ist eine gute Tendenz.“ Klaus Dickebohm schloss sich im Namen der SPD dieser Bewertung an: „Ich sehe in diesem Haushalt keine Knackepunkte.“