Einnahmen durch Konzert 2500 Euro Spende für Palliativstation und Hospiz in Thuine

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Über jeweils 1250 Euro freuten sich die Palliativstation sowie das Hospiz des Elisabeth Krankenhauses in Thuine. Überreicht wurden die Schecks von der Band Cashbox und dem Kulturkreis Impulse aus Freren. Foto: Jessica LehbrinkÜber jeweils 1250 Euro freuten sich die Palliativstation sowie das Hospiz des Elisabeth Krankenhauses in Thuine. Überreicht wurden die Schecks von der Band Cashbox und dem Kulturkreis Impulse aus Freren. Foto: Jessica Lehbrink

Thuine . „Krank sein ist einfach teuer“, lautet die Aussage der Hospizleiterin vom Elisabeth-Krankenhaus Anke Robbe. Die Freude über eine Spende für das Hospiz sowie für die Palliativstation des Krankenhauses war deshalb sehr groß.

Insgesamt 2500 Euro kamen bei dem Benefizkonzert der Band Cashbox am 22. April in der Alte Molkerei in Freren zusammen. Eine Summe, die sowohl die Mitglieder der Band, als auch die Vorsitzende des Vereins Kulturkreis Impulse Samtgemeinde Freren, Bärbel Bründermann, erstaunte, viel mehr noch aber freute: „Jeder Gast konnte so viel spenden, wie er wollte. Dafür haben wir Zylinder aufgestellt, die zügiger gefüllt waren, als wir gucken konnten.“

Spende zu gleichen Teilen

Zu gleichen Teilen wurden die Einnahmen nun zum einen an die Palliativstation des Thuiner Krankenhauses, zum anderen an das dort integrierte Hospiz St. Veronika übergeben. Entgegengenommen wurden die Schecks von Robbe und Margret Meiners, stellvertretende Leiterin der spezialisierten ambulanten Palliativstation (SAPV) des Krankenhauses.

Auf Altersarmut folgt die Krankheitsarmut

„Es gibt natürlich immer viele Wünsche, die wir hier haben“, äußerte sich Robbe. Angefangen bei Mitteln für Klangschalenmassagen bis hin zu einem neuen Grill, der aufgrund einer vorherigen Spende nun angeschafft werden konnte. Auch die Palliativstation hätte so einige Dinge auf der Wunschliste, die aus den Einnahmen des Konzertes gekauft werden soll. Dabei handelt es sich jedoch weniger um große Anschaffungen, als vielmehr die zahlreichen kleinen Dinge, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden. „Für den ambulanten Bereich sind Dinge wichtig, welche die Patienten sonst selbst kaufen müssten, zum Beispiel Desinfektionsmittel, Produkte, um Gerüche einzudämmen sowie Mund- und Wundspülungen“, berichtete Meiners.

Meiners machte deutlich, dass es nicht nur die allgemeinbekannte Altersarmut sei, von der Menschen in einem gewissen Abschnitt ihres Lebens betroffen sein könnten. „Es ist auch die Krankheitsarmut, die auf viele Patienten zukommt“, betonte sie.

Ein schönes Zuhause in der letzten Lebensphase

Dabei gilt es zwischen der Palliativstation und dem Hospiz zu unterscheiden. „In das Hospiz kommen nur Menschen, deren Lebenszeit begrenzt ist. In der Regel sind es etwa um die sechs Monate“, erklärt Robben. Deshalb sei es umso wichtiger, ihnen in der letzten Lebensphase ein schönes und umsorgendes Zuhause zu bieten. Eine medizinische Versorgung durch Ärzte rund um die Uhr ist dort nicht gegeben. Die Versorgung übernimmt ein qualifiziertes Team, von denen die meisten eine zusätzliche Fortbildung in der palliativen Pflege absolviert haben. Auf der Palliativstation hingegen, werden Menschen betreut, die unheilbar krank sind, aber noch eine medizinische Versorgung, wie Untersuchungen und medikamentöse Behandlungen benötigen. Der Aufenthalt auf der Palliativstation könne durchaus auch mal einen Zeitraum von bis zu einem Jahr umfassen, sagte Robben aus Erfahrung.

Cashbox, bestehend aus Musikern aus Thuine und Messingen, wissen die Einnahmen ihres Konzertes gut angelegt. Auf die Frage, ob sie solch ein Benefizkonzert nochmals veranstalten würden, antworteten sie und auch Bründermann mit einem zustimmenden „Ja“.


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