Für einen besseren Austausch Neujahrsempfang des Forums Niederländer in Freren


Freren. Viele Niederländer haben sich in den vergangenen Jahrzehnten dazu entschieden, nach Deutschland zu ziehen. Vor allem das Emsland ist bei unseren Nachbarn sehr beliebt. Am 10. Januar 2017 hat nun ein Neujahrsempfang des Forums Niederländer im Kulturzentrum Alte Molkerei in Freren stattgefunden.

Sei es aus beruflichen oder anderen Gründen: Mittlerweile hat es viele Niederländer in das nicht allzu weit entfernte Emsland verschlagen. Da in den niederländischen Schulen Deutsch unterrichtet wird, ist die Sprache in den meisten Fällen kein großes Problem. Es stellen sich aber andere Hindernisse bei einer Auswanderung nach Deutschland dar, wie etwa bürokratische Angelegenheiten, sprich Versicherungen, Steuern oder auch die deutsche Kultur.

Ein gutes Jahr 2016 im Emsland

Eine Plattform für im Emsland wohnhafte Niederländer bietet das Forum Niederländer. Hier können Fragen, Sorgen und Anregungen geäußert werden. Insbesondere geht es dabei aber um eine bessere Integration von Niederländern im Emsland, erklärt der Vorsitzende des Forum Tony Bielderman beim Neujahrsempfang des Forums in der Alten Molkerei Freren. „Integration ist auch eine Sache, die der Kulturkreis Impulse gerne fördert“, betont Geschäftsführerin Nina Schubin. Schließlich, sagt sie, hat auch der Kulturkreis als kleine Gruppe angefangen.

Wenn es ein Wort für 2016 gebe, dann wäre es wohl das Wort „unerwartet“, meint Bielderman zu Beginn seiner Ansprache. „Es war ein schwieriges Jahr in der Welt, aber kein schwieriges Jahr im Emsland“, so der Vorsitzende weiter. Er freut sich, dass sich so viele Niederländer im Emsland zusammengefunden haben und sich hier auch wohlfühlen.

Gut integriert

Wohl fühlt sich auch Truus de Waard. Die gebürtige Niederländerin ist mittlerweile eingesessene Langenerin und hat sich dort auch gut eingefunden: „Ich habe das Gefühl, dass ich gut integriert bin. Ich habe viel Spaß mit meinen Nachbarn und vor allem gibt es hier auch viele Vereine.“ Nur die Sprache sei hin und wieder ein kleines Problem, da sich Niederländisch und Deutsch, beziehungsweise Plattdeutsch doch sehr ähneln, ergänzt ihre Freundin Anja Dobbingen aus Freren.

Austausch fördern

Um weiterhin einen guten Austausch zu fördern soll im April ein Treffen mit Deutschen und Niederländern stattfinden sowie ein Besuch des Lingener Kernkraftwerkes, eine Fahrradtour und Spaziergänge. Bereits am Neujahrsempfang fanden sich einige Deutsche Gäste ein. Vor allem aber, äußerte sich Bielderman, wünsche er sich einen stärkeren Zuwachs an jüngeren Leuten und Lingenern für das Forum.

Häppchen und Anekdoten

Für Unterhaltung an diesem Abend war zumindest gesorgt: Gré Boekolaar, machte einen Sprung von der Küche auf die Bühne und versorgte die Gäste nicht nur mit typisch niederländischen Häppchen, sondern auch mit ein paar unterhaltsamen Kurzanekdoten. Mit deutschen und niederländischen Seemannsliedern war der Shanty Chor Andervenne wohl der Höhepunkt des Neujahrsempfangs.

Das Forum Niederländer wirkt in Zusammenarbeit mit der Stadt Lingen, den Gemeinden Spelle, Lengerich und Freren, der Stiftung Kulturkreis Impulse und der Ländlichen Erwachsenenbildung in Lingen-Baccum.


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