Trotz ungewisser Zukunft Paul-Moor-Schule Freren feiert 50-jähriges Jubiläum

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Freren Einer ungewissen Zukunft zum Trotz hat die Paul-Moor-Schule in Freren aus Anlass ihres 50-jährigen Jubiläums eine erfolgreiche Vergangenheit und eine lebendige Gegenwart gefeiert. Die Förderschule mit Schwerpunkt Lernen gewährleistet Schülern mit sonderpädagogischem Bedarf eine bestmögliche schulische und soziale Entwicklung und einen guten Start in ein selbständiges Leben.

„Nicht gegen den Fehler, sondern für das Fehlende“, war die überzeugte Haltung des Schweizer Pädagogen Paul Moor, Namens- und Leitbildgeber der Förderschule. Beim offiziellen Festakt zum Jubiläum wurde vielfach die Überzeugung geäußert: Das Fehlende wird in absehbarer Zukunft die Paul-Moor-Schule sein, die nach dem Willen des Landes Niedersachsen langsam ausläuft.

Große Wertschätzung

Große Wertschätzung hingegen erfuhr das engagierte Schulteam, das seinen Schülern erreichbare Ziele steckt, ihre Talente entdeckt und sie weiter entwickelt. Das Einzugsgebiet der Paul-Moor-Schule umfasst die Samtgemeinden Freren, Lengerich und Spelle sowie die Stadt Fürstenau. Die Förderschule mit derzeit 56 Kindern von der fünften bis zur neunten Klasse ist Förderzentrum für 16 Grundschulen, drei Oberschulen, eine Gesamtschule und zwei private Haupt- und Realschulen.

Landkreis befürwortet Erhalt der Förderschulen

„Wir hätten uns – nicht zuletzt um den freien Elternwillen bei der Wahl der besten Bildungs- und Förderorte für ihre Kinder uneingeschränkt beizubehalten – den Erhalt aller Förderschulen gewünscht“, unterstrich Landrat Reinhard Winter seitens des Schulträgers. Zuvor war er wie die vielen anderen Gäste über den roten Teppich geschritten, hatte sich beeindruckt gezeigt von den rhythmisch-rasanten Auftritten der Schüler und dem von Konrektor Winfried Budde moderierten Festprogramm.

Anspruchsvoller gesellschaftlicher Auftrag

„Die Paul- Moor-Schule hat schon viele junge Menschen an die Hand genommen auf den Weg in eine gute Zukunft“, würdigte auch Regierungsschuldirektorin Karen Mull die vorbildliche Erfüllung eines anspruchsvollen gesellschaftlichen Auftrags. Einen bewegenden Appell äußerte Elternvertreterin Margret Burrichter, die sich überzeugt zeigte: „Inklusion an Regelschulen ist eine Mogelpackung, die heile Welt vorgaukelt. Aber Kinder mit Grenzen werden jeden Tag merken, was sie alles nicht können und Lehrer sind überfordert, allen gerecht zu werden.“

Geschützter Raum

Auf den geschützten Raum der Paul-Moor-Schule verwies Jürgen Sandschulte vom Personalrat: „Kinder sind nicht alle gleich, aber alle haben das Recht auf eine optimale Förderung ohne Mobbing, Hänseleien oder Ausgrenzung.“ Förderschulkonrektorin Susanne Tholemeyer-Nöring als kommissarische Schulleiterin versprach: „Solange wir dürfen, werden wir die uns anvertrauten Schülern nach ihren speziellen Bedürfnissen fördern und ihnen eine schöne Schulzeit bieten.“


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