Zweiter Standort im Gewerbegebiet Meyer Landtechnik investiert in Andervenne

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Andervenne. In Andervenne ist das direkt an der Bundesstraße 214 gelegene Gewerbegebiet Toschlag um zwei Hektar erweitert worden. Auf der Hälfte der Fläche hat die seit 1999 im Ort ansässige Firma Meyer Landtechnik rund 650.000 Euro in eine Werkstatt, neue Büros, ein Lager und ein großzügiges Außengelände investiert.

Rainer Meyer ist aus Andervenne. Er kommt aus einer landwirtschaftlichen Familie und er ist ein Tüftler. Und so hat der gelernte Mechaniker 1999 mitten im Ort eine Reparaturwerkstatt für Landmaschinen gegründet. In einer 300 Quadratmeter großen Halle reparierte er landwirtschaftliche Geräte und Fahrzeuge. Für die Buchhaltung ist seine Frau Monika zuständig. Und wenn er etwas Zeit hatte entwickelte er spezielle Geräte für einen möglichst effektiven Einsatz auf dem Feld.

Maschinen für die Landwirtschaft

2005 war seine Zeit als „Einzelkämpfer“ schließlich vorbei und der heutige Werkstattleiter Bernard Heller begann bei ihm seine Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker. Im gleichen Jahr begann er auch die Serienproduktion von sogenannten Wendepackern für die Agravis Raiffeisen – diese Packer werden gleichzeitig über frischgepflügte Felder gezogen, um frisch gelockerte Böden wieder rückzuverdichten und somit besser für die Aussaat vorzubereiten. Inzwischen zählen verschiedenste Grubber, Eggen bis hin zu Gülleinjektoren mit einer maximalen Arbeitsbreite von 6,70 Meter zu seinem selbst entwickelten und angebotenen Gerätepark.

2010 Halle eingweiht

Bei all den Aktivitäten – unter anderem werden auch Fendt-Trecker vertrieben – wurde es in der Halle immer enger und 2010 wurde im Ort eine zweite 300 Quadratmeter große Halle eingeweiht. „Irgendwann waren bei uns drei Stapler im Einsatz und wir schoben viele Dinge nur noch hin und her. Das ging einfach irgendwann einfach nicht mehr“, begründet Firmenchef Meyer die geichzeitig angelaufenen Planungen für eine grundlegende Erweiterung.

Unternehmen wollte im Ort bleiben

Erste Gespräche fanden mit Bürgermeister Reinhard Schröder und Paul Thünemann als Bauamtsleiter der Samtgemeinde Freren statt. „Wir wollten die Firma natürlich bei uns im Ort halten und hier Erweiterungsmöglichkeiten anbieten. Das wollte das Unternehmen aber auch immer“, erläutert der Bürgermeister. Mehrere Möglichkeiten wurden besprochen, abgewägt und wieder verworfen. Schließlich entschied man sich für die Zwei-Hektar-Erweiterung des Ende der 1990er Jahre im Rahmen der Flurbereinigung ausgewiesenen Gewerbegebietes Toschlag.

Sieben Gesellen, Kaufmann, drei Azubis

Ein Hektar ging gleich an die Rainer Meyer Landmaschinen GmbH. Ende 2014 war Baubeginn für die neue Halle mit einer Grundfläche von 700 Quadratmetern. 500 Quadratmeter davon nimmt die Werkstatt in Anspruch, Warenannahme und Ausgabe, ein Büro, je ein Sozial- und ein Besprechungsraum sowie ein 200 Quadratmeter großes Lager im zweiten Stock ergänzen die neuen Räumlichkeiten. Nur im Außenbereich müssen noch ein paar Restarbeiten erledigt werden. Die Schlosserei befindet sich weiter im Ort. Sieben Gesellen arbeiten in der Firma. Dazu kommt ein kaufmännischer Angestellter sowie drei Auszubildende – alle aus der Region. „Wir sind froh, ein solches Unternehmen bei uns im Ort zu haben“, freute sich Reinhard Schröder nach seinem offiziellen Antrittsbesuch.

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