21.000 Euro vom Lionsclub 133 Gäste seit 2014 im Thuiner Hospiz St. Veronika

Der Lions Club Lingener Land hat dem Hospiz St. Veronika in Thuine 13.000 Euro für den neuen Wind- und Sonnenschutz auf der Terrasse der Einrichtung übergeben. Weitere 8000 Euro gingen an die Pflegeeinrichtung für Demenzkranke St. Katharina. Foto: Carsten van BevernDer Lions Club Lingener Land hat dem Hospiz St. Veronika in Thuine 13.000 Euro für den neuen Wind- und Sonnenschutz auf der Terrasse der Einrichtung übergeben. Weitere 8000 Euro gingen an die Pflegeeinrichtung für Demenzkranke St. Katharina. Foto: Carsten van Bevern

Thuine. Schwer an Demenz Erkrankte werden seit zehn Jahren im Haus St. Katharina in Thuine versorgt. Seit 2014 werden Schwerstkranke in ihrer letzten Lebensphase im stationären Hospiz St. Veronika gepflegt. Der Lions Club Lingener Land hat die Einrichtungen in Trägerschaft der Thuiner Franziskanerinnen jetzt mit 8000 beziehungsweise 13.000 Euro unterstützt.

Seit der Eröffnung des emslandweit einzigen stationären Hospizes im April 2014 sind in der Einrichtung mit acht Einzelzimmern von den 15 Mitarbeitern und neun Ehrenamtlichen 133 Gäste betreut worden. „Unser Haus wird dabei von der Bevölkerung gut angenommen, die Belegungsquote steigt seit der Eröffnung stetig und liegt bei etwa 70 Prozent“, erklärte die Hospizleiterin Anke Robbe jetzt bei der offiziellen Spendenübergabe. Das Durchschnittsalter der Gäste liegt nach ihrer Aussage bei 72 Jahren. „Die meisten Gäste sind zwischen 50 und 75 Jahre alt. Unser jüngster Bewohner war 42 und unser ältester 94 Jahre alt“, ergänzte die Diplom-Sozialarbeiterin mit Zusatzqualifikation in der Palliativversorgung.

133 Gäste im Hospiz

Die durchschnittliche Verweildauer im Hospiz liegt nach Aussage von Robbe bei 40 Tagen. „Das ist auch im Vergleich zu vergleichbaren Einrichtungen eine eher lange Zeit. Wir denken, dass unsere Gäste sich bei uns einfach wohlfühlen, gut versorgt werden und sich bei vielen der Zustand daher so stabilisiert, dass sie länger bei uns leben als zunächst prognostiziert.“ Rund acht Prozent der Gäste sind auch wieder aus dem Hospiz ausgezogen. „Sie wurden soweit stabilisiert und sie fühlten sich wieder so sicher, dass sie dann gesagt haben, ich möchte doch wieder nach Hause und dort meine letzten Tage verbringen“, erklärt die Heimleiterin.

„Enkeltag“ im Hospiz

So stehe der Bewohner mit seinen individuellen Wünschen im Hospiz in einer besonderen Art und Weise im Mittelpunkt der Arbeit der Haupt- und Ehrenamtlichen. Dies wird auch beim Besuch im Hospiz deutlich: Es duftet nach frischer Bockwurst und Pommes frites. „Eine unserer Gäste hat heute ihre Familie und speziell ihre Enkel zu diesem Essen eingeladen“, erklärt Robbe den Vertretern des Lions Clubs.

Diese haben die Einrichtung auch schon in der Bauphase finanziell unterstützt. Auch bei dieser 13.000-Euro-Spende – das Geld stammt noch aus der Adventskalenderaktion 2014, einer sogenannten Zonen-Aktivität und den Mitteln des Verfügungsfonds des Lions-Distriktes Nordwest – geht es um die Erfüllung von Gästewünschen. So ist das Geld schon längst in einen Sonnen- und Windschutz auf der luftig gelegenen Terrasse investiert worden. „Jetzt können unsere Bewohner diesen Bereich noch viel besser nutzen als zuvor. Und dies ist auch bereits der Fall“, freuen sich Robbe und die Oberin des benachbarten Elisabeth-Krankenhauses, Schwester Maria Angelis Hegemann bei dem Rundgang.

Vier Niederflurbetten

Weitere 8000 Euro überreichten der amtierende Lions-Präsident Theo Egbers und mehrere Vorstandskollegen an die Leiterin der Pflegeeinrichtung St. Katharina, Schwester Debora Schwering. Dort werden seit nunmehr zehn Jahren jeweils 55 schwerst demenziell Erkrankte versorgt. Die Plätze sind dabei stets belegt, es gibt vielmehr eine Warteliste. Das Geld wird für die Anschaffung von vier Niederflurbetten verwendet. „Durch diese Betten vermeiden wir eine bei einigen Bewohnern notwendige Fixierung, auch die Pflege wird durch diese hochfahrbaren Betten deutlich erleichtert“, erklärt Sr. Debora. Deren Anschaffung sei aber nur durch Spenden möglich, das Budget reiche dafür nicht aus.

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