Getreideernte in vollem Gange Messinger Landwirt ist mit Ertrag zufrieden

Zufrieden mit der Ernte seiner Weizen- und Triticalebestände ist Johannes Krane aus Messingen. Foto: Landvolk EmslandZufrieden mit der Ernte seiner Weizen- und Triticalebestände ist Johannes Krane aus Messingen. Foto: Landvolk Emsland

Messingen. Die Getreideernte läuft auf Hochtouren. Landwirt Johannes Krane aus Messingen ist mit den Erträgen zufrieden.

Johannes Krane, Schweinehalter und Ackerbauer aus Messingen, ist, wie das Landvolk mitteilt, positiv überrascht von den Ernteergebnissen auf seinen Getreideäckern. Unter der letzten Hitzeperiode mit über 30 Grad habe der Weizen stark gelitten, so dass der Landwirt mit Ernteeinbußen gerechnet hatte. Jetzt jedoch fahre er im Weizen Erträge von bis zu 9,3 Tonnen pro Hektar ein. „Wir haben derzeit ideale Erntebedingungen. Die Sonne scheint und es geht ein leichter Wind“, erklärt Krane. Auch die Feuchtigkeitswerte im Getreide seien mit unter 15 Prozent sehr gut. Mit einem Feuchtemessgerät könne er selbst eine Probe durchführen. Dazu nehme er einige Ähren und mahle die Körner in dem Gerät, das ihm dann den Wert anzeige. Mit dem geernteten Getreide füttere der Landwirt seine eigenen Schweine. Dazu werde das Getreide direkt am Feldrand gemahlen und dann auf den Hof transportiert, wo es auf einer Siloplatte eingelagert werde. „So weiß ich, was meine Schweine fressen“, erklärt der 40-Jährige.

Den Mähdrescher fährt heutzutage meist nicht der Landwirt selbst, sondern ein beauftragter Lohnunternehmer. Einen eigenen Mähdrescher zu besitzen lohne sich nach Angaben von Johannes Krane nicht, denn die Maschine sei sehr teuer und könnte von ihm nicht ausgelastet werden. Daher steuere Matthias Wintering vom Lohnunternehmen Hölscher aus Schapen die Erntemaschine. Das Lohnunternehmen besitze 13 Mähdrescher sowie weitere landwirtschaftliche Geräte. Der 31-Jährige übernehme beim Lohnunternehmen alle Aufgaben von der Aussaat über die Düngung bis zur Ernte. „Heutzutage muss man sich in der Landwirtschaft sehr gut mit Technik auskennen und immer auf dem Laufenden sein“, so derAgraringenieur. Vom Mähdrescher aus könne er über einen kleinen PC alle wichtigen Daten direkt abrufen: Wie feucht ist das Getreide und wie hoch ist der Ertrag pro Hektar? Mit dem neun Meter breiten Schneidwerk schaffe der Drescher vier Hektar pro Stunde. In seinen Tank passten gut sieben Tonnen Weizen.

Arbeit bis in die Nacht

Ist der Tank voll, wird während der Fahrt auf einen von einem Trecker gezogenen Anhänger abgetankt. „Extra anzuhalten, kostet zu viel Zeit. Der Mähdrescher muss durchlaufen“, erklärt Wintering. Denn gerade in der Ernte ist die Zeit der knappe Faktor. Auch andere Landwirte wollten ihre Felder ernten und hätten einen Mähdrescher gebucht. Je nach Wetter ernteten die Drescher bis in die Nacht hinein. Erst wenn Tau einsetzt, muss aufgehört werden. Dann ist das Erntegut zu feucht.

Wenn die Felder abgeerntet seien und mit einem Grubber bearbeitet wurden sowie Gülle ausgebracht wurde, baue Krane bunt blühende Zwischenfrüchte wie Senf oder Ölrettich an. Diese erfreuen nicht nur Spaziergänger, sondern auch Wildtiere wie Hasen, Fasane oder Rehe. „Die Tiere finden dort über den Winter eine grüne Oase, wo sie sich zurückziehen können“, so der Landwirt. Darüber hinaus förderten Zwischenfrüchte mit ihren tiefen Wurzeln das Bodenleben und binden Nährstoffe über den Winter.