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Gespräch mit Religionsvertretern Jüdisches Gebet im Bethaus in Freren

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Zu einem Gottesdienst hat sich eine Gruppe der jüdischen Gemeinde Osnabrück im renovierten jüdischen Bethaus in Freren getroffen. Foto: privatZu einem Gottesdienst hat sich eine Gruppe der jüdischen Gemeinde Osnabrück im renovierten jüdischen Bethaus in Freren getroffen. Foto: privat

Freren. Zu einem Gottesdienst hat sich eine Gruppe der jüdischen Gemeinde Osnabrück im renovierten jüdischen Bethaus in Freren getroffen.

„Wir freuen uns, dass es auf diese Weise ein wenig gelingt, jüdisches Leben im Emsland lebendig zu halten“, so Frerens Samtgemeindebürgermeister Godehard Ritz.

Am Tag des Gottesdienstes, der im Judentum zu den Halbfeiertagen des jüdischen Sukkotfestes (Laubhüttenfestes) gehört, danken die Gläubigen Gott in besonderer Weise für die Ernte. Dazu gehört ein vorgeschriebener Feststrauß aus einem Palmzweig, einem Myrtenzweig und einem Halm der Bachweide sowie ein Paradiesapfel „Etrog“.

Der 1. Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Osnabrücks, Michael Grünberg, erläuterte einer Mitteilung zufolge die biblischen Zusammenhänge und erklärte, dass der Etrog die Frucht des Baums der Lieblichkeit sei, eine der vier Arten, die für die Freude während des siebentägigen Herbstfestes von Sukkot bestimmt sind. „Man sagt, es sei die vollkommenste der vier Pflanzen, die zusammen die Einheit verschiedener Teile der Gemeinschaft symbolisieren.“

Zum morgendlichen Gebet bekleideten sich die erwachsenen männlichen Beter mit dem Gebetmantel, dem Tallit, einem großen viereckigen Tuch aus Wolle und Seide, an dessen Ecken sich Schaufäden befinden, mit denen nach biblischer Vorschrift ein Obergewand versehen sein muss. Der Tallit ist ursprünglich ein regelmäßig getragenes Kleidungsstück, dient heute jedoch nur noch kultischen Zwecken.

Im Anschluss gab es noch ein Gespräch mit anderen Religionsvertretern. „Wir hoffen, dass wir diese Art des gemeinsamen Betens auch im kommenden Jahr wiederholen können“, so der Vorsitzende des Forum Juden-Christen, Dr. Heribert Lange.


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